• Ulf Prelle © Marco Borggreve Ulf Prelle © Marco Borggreve

Philharmonie auf Schloss Albrechtsberg
Schloss Albrechtsberg
28 | 23 | 12 €

Der Erste Weltkrieg - Musikalische Reflexionen

Anlässlich des hundertsten Jahrestages des Endes des Ersten Weltkriegs thematisiert dieses Kammerkonzert die Brutalität und Trostlosigkeit des Krieges und ruft auch die Stimmung der Zeit danach in Erinnerung. Hinter der Militärkapelle „Minimax“ verbarg sich das Amar-Quartett, in dem Hindemith Bratsche spielte. Erschüttert vom Ersten Weltkrieg verspotteten die Musiker den Militarismus, hier mit einer dadaistischen Marsch-Parodie. Die Figuren auf Barlachs Ehrenmal symbolisieren „Not“, „Tod“ und „Verzweiflung“ sowie den „Kriegserfahrenden“, den „Wissenden“ und den „Naiven“. Rainer Promnitz hat Barlachs Werk in Musik verwandelt. Die Cellosonate von Schostakowitsch kann man als eine weitere Komposition verstehen, in der existentielle Nöte Ausdruck finden.

Französisches Soldatenlied
„Chanson de Craonne“ – Lied gegen den Krieg Bearbeitung von Rainer Promnitz für Streichquintett und Klavier (2017)
Paul Hindemith
„Minimax. Repertorium für Militärmusik“ – Parodie für Streichquartett (1923)
Frank Martin
„Pavane couleur du temps“ für Streichquintett (1920)
Rainer Promnitz
„Dona nobis pacem“ – Musik zum Magdeburger Ehrenmal gegen den Krieg von Ernst Barlach, Fassung für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier (1986/2017)
Dmitri Schostakowitsch
Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier op. 40 (1934)

Dalia Stulgyté-Richter | Violine
Christiane Liskowsky | Violine
Harald Hufnagel | Viola
Rainer Promnitz | Violoncello
Ulf Prelle | Violoncello
Donatus Bergemann | Kontrabass
Oksana Weingart-Schön | Klavier