• Dmitri Schostakowitsch Dmitri Schostakowitsch

Philharmonie im Kulturpalast
Kulturpalast
39 | 34 | 29 | 23 | 18 €

Dresdner Gedenktag

Als sich Dmitri Schostakowitsch mit seiner 15. und damit letzten Sinfonie begann, war er körperlich bereits stark angeschlagen, doch er konnte noch einmal alle Kräfte bündeln. Im Vergleich zu vielen der früheren Sinfonien ist das Werk fast kammermusikalisch instrumentiert. Es besitzt Züge einer musikalischen Reise in die eigene Vergangenheit, doch Schostakowitschs Sohn Maxim, der 1972 die Uraufführung der Sinfonie leitete, beschreibt, dass es auch in diesem Werk um das Leben in einem totalitären System geht, wo sich Menschen oft wie Marionetten verhalten müssen. Fröhlichkeit erweist sich vor dem Hintergrund von Schmerz und Resignation als scheinbar. Gespenstische Züge hat das Scherzo, während ein Motiv aus der „Todesverkündigungsszene“ aus Wagners Walküre das Finale einleitet, das nach einer klanglichen Explosion in großer Ruhe endet.

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141 (1971)

Michael Sanderling | Dirigent
Dresdner Philharmonie