• Bejun Mehta © Joseph Molina Bejun Mehta © Joseph Molina

Philharmonie in der Frauenkirche
Frauenkirche
39 | 34 | 30 | 18 €

Melancholie

Der Countertenor Bejun Mehta verleiht den Arien aus Händels Opern immer wieder ergreifende Interpretationen. Alle barocke Steifheit verschwindet, wenn Mehta mit der Geschmeidigkeit und Biegsamkeit seiner Stimme auch noch den feinsten Gefühlsregungen dieser Musik nachgeht. Samuel Barbers unendlich melancholisches, in langgezogenen Melodielinien schwelgendes „Adagio für Streicher“ hat geistlichen Charakter – der Komponist unterlegte ihm später den Text des Agnus Dei. Dagegen wirkt Haydns leidenschaftliche „Trauersinfonie“, ein Werk des musikalischen „Sturm und Drang“, fast optimistisch in ihrer zerklüfteten, aber immer zielgerichteten Tonsprache.  Die Intensität dieser Musik greift weit voraus auf die Frühromantik.

Georg Friedrich Händel
„Voi che udite“ Arie aus der Oper „Agrippina“ (1709)
„Con rauco mormorio“ Arie aus der Oper „Rodelinda“ (1725)
„Dall’ondoso periglio… Aure, deh, per pietà“
Samuel Barber
Adagio for Strings (1936/38)
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 44 e-Moll „Trauer“ (1771)

Bejun Mehta | Dirigent und Countertenor
Dresdner Philharmonie