• © Avshalom Weinstein © Avshalom Weinstein

Philharmonie im Kulturpalast
Kulturpalast
39 | 34 | 29 | 23 | 18 €

Gedenkveranstaltung

Violinen der Hoffnung

Musik für Violinen, gespielt auf Instrumenten, die den Holocaust überlebten

Anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht am 9. November 1938, in der auch die Dresdner Synagoge in Brand gesetzt wurde, spielen Musiker der Dresdner Philharmonie auf Geigen, die einst Opfern des Holocaust gehörten und die der israelische Geigenbauer Amnon Weinstein gesammelt und restauriert hat. Jedes hat seine eigene bedrückende Geschichte. Eine Violine gehörte einem Auschwitz-Häftling, andere Instrumente begleiteten jüdische Musiker auf der Flucht nach Palästina. Diese Geigen gleichen Mahnmalen, doch sind zugleich Symbole der Hoffnung. Durch ihr Klingen sollen sie „an die jüngere Generation die Botschaft übermitteln: Nie wieder und nirgends“ (Weinstein).  Das Adagio aus Mahlers 9. Sinfonie ruft die Welt in Erinnerung, deren Zerstörung damals begann.

Das Konzert wurde vom Freundeskreis Dresdner Synagoge e. V. und der Katholischen Akademie des Bistums Meißen-Dresden mit initiiert und findet im Rahmen der Gedenkveranstaltungen der Landeshauptstadt Dresden statt. Es werden Grußworte gesprochen.

Ernest Bloch
"Vidui" und "Nigun" aus "Baal Shem - Drei chassidische Stimmungen" (1923) Bearbeitung für Violoncello und Orchester
Maurice Ravel
„Kaddish“ aus „Zwei hebräische Melodien“ (1914) Bearbeitung für Violoncello und Orchester
Gustav Mahler
Adagio aus der Sinfonie Nr. 9 D-Dur (1909/10)

Michael Sanderling | Dirigent
Dresdner Philharmonie
Raphael Wallfisch | Violoncello