Cappella Sagittariana Dresden

Cappella Sagittariana Dresden

Die Dresdner Hofkapelle zählte, spätestens seit sie unter der Leitung des großen »Musikpoeten« Heinrich Schütz stand, zu den europaweit führenden Ensembles im 17. Jahrhundert. Ihre Traditionslinie reicht bis in unsere Gegenwart. Aus ihr ist die Sächsische Staatskapelle hervorgegangen. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begannen Musiker dieses Orchesters sich intensiv dem Repertoire dieser Hofkapelle zuzuwenden und gaben ihrem zu diesem Zweck gegründeten Ensemble in Verehrung des »Vaters der deutschen Musik«, Heinrich Schütz, den Namen »Cappella Sagittariana Dresden«. Es zählte bald zu den wichtigsten und innovativsten Musikformationen im damaligen Ostteil Deutschlands. Sowohl die Verwendung des im 17. Jahrhundert üblichen Originalinstrumentariums als auch die Beachtung der Regeln der historischen Aufführungspraxis bildeten die Grundlage bei der Auseinandersetzung mit dem historischen Repertoire. Als vor über dreißig Jahren der Dresdner Schütz-Forscher Wolfram Steude den sog. »Schwanengesang«, das »Opus ultimum« Schützens wiederentdeckte, da war es die »Cappella Sagittariana Dresden«, die dieses für die Musikgeschichte überaus bedeutsame Werk in seiner Gesamtheit uraufführte und auf Schallplatte einspielte. Viele Reisen machten das Ensemble im In- und Ausland bekannt. Im Jahr 2006 fand ein umfassender Generationswechsel statt, den  die Musiker zu einer Art Neugründung an prominenter Stelle, dem Rohbau der wieder entstehenden Kapelle  im Dresdner Residenzschloss, der Hauptwirkungsstätte von Heinrich Schütz, nutzten. Seitdem gehören der »Cappella« auch Musiker der Dresdner Philharmonie sowie freischaffende Spezialisten aus dem Bereich der Alten Musik an.  Geleitet wird das Ensemble  von dem Dresdner Philharmoniker Norbert Schuster. Nach wie vor widmen sich die Musiker/innen ganz wesentlich den  Werken von Schütz sowie der Musik der Dresdner Hofkapelle vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Darüber hinaus gehören selbstverständlich auch andere Werke des europäischen vokal-instrumentalen Musikerbes der Spätrenaissance und des Barock zum Repertoire.

 

Weitere Informationen über:  www.cappella-sagittariana-dresden.de
Photo: Dr. Katrin Bemmann