Julia Fischer

Julia Fischer

gehört zu den führenden Geigensolisten weltweit und bringt ihre künstlerische Vielfältigkeit nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin und Kammermusikerin zum Ausdruck. Mit gerade einmal vier Jahren begann für die 1983 in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern der künstlerische Weg, ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie von ihrer Mutter Viera Fischer. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin von der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm sie deren Nachfolge.

Julia Fischer ist bei den international wegweisenden Orchestern, in den führenden Konzertsälen sowie bei den wichtigen Musikfestivals weltweit zu Gast. Konzerthöhepunkte der letzten Jahre waren Engagements bei den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhaus Leipzig, dem Tonhalle Orchester Zürich, den BBC Philharmonic, den St. Petersburger Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra und dem San Francisco Symphony Orchestra. Sie trat unter Dirigenten wie Blomstedt, Eschenbach, Jurowski, Paavo Järvi, Maazel, Marriner, Rattle, Salonen, Temirkanov, Welser-Möst oder Zinman auf. Als Artist in Residence trat sie in der letzten Zeit im Konzerthaus Berlin und bei der Dresdner Philharmonie auf, die Wigmore Hall widmete ihr die „Perspective Series".

In der Saison 2015/16 gibt Julia Fischer Konzerte mit den St. Petersburger Philharmonikern unter Temirkanov (Lucerne Festival und London/Proms), dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko in München, den Bamberger Symphonikern und Nott oder mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Muti. Außerdem wird sie erneut mit der Academy of St. Martin in the Fields auf große Deutschlandtournee gehen mit der Uraufführung des ihr gewidmeten Violinkonzerts von Andrey Rubtsov. Nachdem Julia Fischer 1995 als Gewinnerin des Menuhin Wettbewerbs hervorging ist sie 2016 nun Mitglied der Wettbewerbsjury und in diesem Zusammenhang in einem Konzert mit dem Philharmonia Orchestra und den Wettbewerbsgewinnern im April in London zu erleben.

2011 gründete Julia Fischer ihr eigenes Quartett, in dem sie zusammen mit dem Geiger Alexander Sitkovetsky, dem Bratscher Nils Mönkemeyer und dem Cellisten Benjamin Nyffenegger musiziert. Vom ersten Auftritt an fand das Ensemble höchstes Lob bei Publikum und Presse. Nach Konzerten im Wiener Musikverein, der Tonhalle Zürich, der Schubertiade Schwarzenberg oder der Alten Oper Frankfurt in der letzten Saison, wo sie auch als Pianistin in Dvoraks 2. Klavierquintett zu hören war, geht das Ensemble im Mai 2016 erneut auf Tournee. Mit dem Pianisten Igor Levit spielt sie in der aktuellen Saison alle Beethoven-Sonaten in Zyklen in Paris, Zürich, Berlin und München. Ergänzt werden ihre kammermusikalischen Aktivitäten durch Auftritte mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott, mit dem sie eine Duo-CD mit Werken von Halvorsen, Kodály, Ravel und Schulhoff eingespielt hat, die im Sommer 2016 erscheint.

Julia Fischer ist auch eine ausgezeichnete Pianistin: Anfang 2008 gab sie in der Alten Oper Frankfurt ein Konzert, in dem sie sowohl Griegs Klavierkonzert als auch ein Violinkonzert von Saint-Saëns spielte. Diese viel gelobte Aufführung wurde von der Unitel mitgeschnitten und als DVD bei der Decca veröffentlicht. Bei der Decca brachte Julia Fischer bislang Violinkonzerte von J. S. Bach (Academy of St. Martin in the Fields) heraus, die Caprices von Paganini, Poème mit Werken von Chausson, Respighi, Suk und Vaughan Williams (Orchestre Philharmonique de Monte Carlo/Yakov Kreizberg), das Violinkonzert Nr. 1 von Bruch und das Dvorák-Violinkonzert (Tonhalle-Orchester Zürich/David Zinman) sowie zuletzt eine CD mit ausgewählten Werken für Violine und Klavier von Pablo Sarasate. Im Herbst 2015 erscheint bei c-Major/Unitel Classica eine DVD mit dem Dvorak-Violinkonzert (Tonhalle-Orchester Zürich/David Zinman) und bei Clasart Classic das Brahms-Violinkonzert mit dem Cleveland Symphony Orchestra unter Franz Welser-Möst im Rahmen einer Brahms-Zyklus-DVD-Edition. Ihre Einspielungen stoßen auf höchstes Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit vielen Auszeichnungen wie dem BBC Music Magazine Award, dem Choc der Zeitschrift Monde de la Musique, dem Diapason d’Or de l’Année, dem ECHO Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik bedacht.

Viele weitere Preise ehren die Künstlerin: 2006 wurde Julia Fischer in die Jahrhundert-Geiger-CD-Edition der Süddeutschen Zeitung aufgenommen. 2007 erhielt sie als Artist of the Year den international hoch angesehenen Gramophone Award, 2009 den MIDEM Classical Award in Cannes und 2011 den Deutschen Kulturpreis. Neben ihrer Professorentätigkeit gibt Julia Fischer regelmäßig Meisterkurse während der Musikferien am Starnberger See.

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer Philipp Augustin Geige (2011)

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