AuditivVokal Dresden wurde 2007 durch den Dirigenten Olaf Katzer gegründet und avancierte in kurzer Zeit zu einem der profiliertesten Vokalensembles der Gegenwartsmusik. Im Mittelpunkt der interdisziplinär angelegten künstlerischen Arbeit steht die conditio humana, die Frage nach der Bedeutung von Menschlichkeit, Empathie, Verantwortung und Würde im Zeichen neuer technologischer, gesellschaftlicher und ökologischer Entwicklungen.
Über 150 Uraufführungen, exzeptionelle Eigenproduktionen, internationale Gastspiele bei zahlreichen Festivals sowie CD-, Rundfunk- und Videoaufnahmen dokumentieren die künstlerische Vielfalt und stilistische Singularität des Ensembles. Die Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit mit den renommiertesten Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit fließen auch in die Interpretationen Alter und Früher Musik ein, bei denen das Ensemble mit einem eigenen Ansatz fasziniert.
Die 36 Sängerinnen und Sänger von AuditivVokal Dresden treten in unterschiedlichsten Formaten auf: Vom klein besetzten A-cappella-Konzert über Performances und szenische Aktionskunst bis zum großen klassischen Konzert mit Orchester sind sie in immer wieder überraschenden Konstellationen zu erleben. AuditivVokal Dresden reüssiert dabei regelmäßig auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland und folgt Einladungen in die wichtigen Konzerthäuser deutscher und internationaler Musikzentren. Das Ensemble gastierte bisher in fast allen europäischen Ländern sowie in den USA, in Brasilien und Chile.
Regelmäßige CD und Rundfunkproduktionen mit Deutschlandfunk Kultur, dem Mitteldeutschen Rundfunk, Rundfunk Berlin-Brandenburg, mit dem Bayerischen Rundfunk und Radio Suisse Romande ergänzen die künstlerische Arbeit genauso wie Multimediaproduktionen mit den Filmproduktionsfirmen Avanga oder Knitterfisch.
Instrumentale Partner des Ensembles sind Klangkörper wie die Dresdner Sinfoniker, das Ensemble Art d‘Echo, El Perro Andaluz Dresden, das Duo Reflexion K, das Ensemble Moto Perpetuo New York, das Ensemble Iberoamericano oder das Ensemble Interface Frankfurt/Main. Interdisziplinär arbeitet AuditivVokal Dresden unter anderem mit den Regisseuren Maxim Didenko, Claudia Bauer oder Holk Freytag, mit dem Schriftsteller Marcel Beyer, der Choreografin Katja Erfurth, dem Soziologen Prof. Dr. Dirk Baecker oder der Psychologin Prof. Dr. Maja Dshemuchadse zusammen.
Infolge der intensiven ästhetischen Auseinandersetzung mit den aktuellen kompositorischen Sichtweisen auf die menschliche Stimme und durch zahlreiche Kompositionsaufträge an junge renommierte Komponistinnen und Komponisten, ist die Neue Dresdner Vokalschule als ästhetisch neue Richtung entstanden. Dieses künstlerische Wirken wird seit 2017 im Rahmen eines kooperativen Dokumentationszentrums in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) dokumentiert. Die Neue Dresdner Vokalschule versteht sich in enger Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten als lebendiges Instrument, um bereits vorhandene, komplexe und avancierte Werke und ebenso neu entstehende Kompositionen (ur-)aufzuführen.
Olaf Katzer und AuditivVokal Dresden engagieren sich gesellschafts- und kulturpolitisch durch die Vermittlung und Förderung zeitgenössischer Vokalmusik. Eine enge und intensive Zusammenarbeit besteht seit Jahren mit der Hochschule für Musik Dresden. Zahlreiche Projekte für Jung und Alt stehen dabei ebenso auf ihrer Agenda wie Workshops und Meisterkurse für Kompositions- und Gesangsstudierende an Hochschulen wie der Hochschule für Musik Dresden, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, am Conservatório das Música in Belo Horizonte oder der Manhattan School of Music New York.
Die Vision von AuditivVokal Dresden ist es, die großen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit mit seiner künstlerischen Programmatik näher zu beleuchten. Das Ensemble möchte den Eigenwert der Kunst, aber auch die fragilen Werte von Demokratie und Empathie stärken.