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Francesco Piemontesi

"Die Musik zaubert auf sein Gesicht ein subtiles Wechselspiel von Empfindungen, ganz von innen heraus – der getreue Widerschein seiner Musikalität." (Neue Zürcher Zeitung)

Der aus Locarno stammende schweizerisch-italienische Pianist Francesco Piemontesi hat sich im Laufe der Jahre einen Ruf als einer der führenden Interpreten des deutschen klassischen und romantischen Repertoires erworben. Er ist regelmäßiger Gast bei vielen führenden Orchestern, in Konzertsälen und bei Musikfestivals rund um den Globus, ist aber auch als künstlerischer Leiter des Musikfestivals Settimane Musicali di Ascona fest am Lago Maggiore verankert.

Mit seinen subtilen, aber fesselnden Interpretationen der Klaviersonaten von Franz Schubert sowie der Solowerke und Klavierkonzerte von Mozart, Beethoven, Brahms und Liszt wurde er international von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Sein Spiel zeichnet sich durch Sensibilität, Intimität und Poesie, aber auch durch Kraft und Brillanz aus. Vor allem aber ist es ihm wichtig, die Partituren von innen heraus zu beleuchten: "Musizieren ist für mich wie eine zweite Sprache. Es fühlt sich wie eine existenzielle Notwendigkeit an. Ich will das Publikum nicht unterhalten, ich will es an den Tiefendimensionen der Musik teilhaben lassen."

Zu den Höhepunkten der Saison 2024/25 gehören Auftritte bei den BBC Proms und eine ausgedehnte Tournee mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, auf der er Mozarts Konzert für zwei Klaviere KV 365 mit Jan Lisiecki unter der Leitung von Gianandrea Noseda aufführt. Die Tournee beinhaltet einen besonderen Auftritt des Orchesters in Locarno, wo Piemontesi weiterhin als künstlerischer Leiter der Settimane Musicali di Ascona tätig ist. Außerdem tritt er mit der Filarmonica della Scala, ebenfalls unter der Leitung von Noseda, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI und dem Gewandhausorchester Leipzig unter Manfred Honeck auf und kehrt zum hr-Sinfonieorchester Frankfurt und dem SWR Symphonieorchester zurück. Weitere Engagements umfassen die Rückkehr zum NDR Elbphilharmonie Orchester, zum NHK Symphony Orchestra, zum Chicago und Pittsburgh Symphony Orchestra, zum Cleveland Orchestra, zum San Francisco Symphony, zum Budapest Festival Orchestra und zum London Philharmonic Orchestra unter Robin Ticciati sowie zum Helsinki Philharmonic Orchestra. In Konzerten tritt er u. a. im Auditorium Lyon, im Dvořák-Saal des Prager Rudolfinums, in der Tonhalle Zürich und in La Chaux-de-Fonds auf, um nur einige zu nennen.

Neben der Klassik und Romantik umfasst Francesco Piemontesis breit gefächertes Repertoire Werke von Bach und Händel in Originalfassungen und Transkriptionen, Klavierkonzerte von Ravel, Debussy, Bartók, Rachmaninow und Schönberg sowie Werke von Olivier Messiaen und Unsuk Chin. Unter seinen vielen wichtigen musikalischen Einflüssen hebt er seine bedeutenden Lehrer Arie Vardi und Alfred Brendel hervor, vor allem aber die französische Konzertpianistin Cecile Ousset. Ihr verdankt er seinen runden Ton und eine somnambule Technik, die in der auf Marcel Ciampi zurückgehenden französischen Klaviertradition verwurzelt ist.

Francesco Piemontesis musikalische Kunstfertigkeit ist auf zahlreichen Aufnahmen dokumentiert, die mit Preisen und Kritikerlob bedacht wurden, wie etwa Schuberts letzte Klaviersonaten, Debussys Préludes und Mozarts Klavierkonzerte mit dem Scottish Chamber Orchestra unter der Leitung von Andrew Manze. Seine neueste Veröffentlichung bei Pentatone ist zwei der anspruchsvollsten Werken der Klavierliteratur gewidmet: den Transzendentalen Etüden und der h-Moll-Sonate von Franz Liszt.

Der Pianist tritt mit Musikerkollegen und Orchestern gleichermaßen auf, wobei Freundschaft, Wertschätzung und Kreativität den Kern der Zusammenarbeit bilden. In jüngster Zeit war er Artist in Residence beim Orchestre de la Suisse Romande, bei der Dresdner Philharmonie und beim Gstaad Menuhin Festival. Eine langjährige Beziehung verbindet ihn mit dem Schubertiade-Festival und der Londoner Wigmore Hall. Francesco Piemontesi ist auf der Konzertbühne ebenso versiert wie in kleineren Kammermusikbesetzungen und tritt mit einer Vielzahl von Partnern auf, darunter Renaud Capuçon, Leonidas Kavakos, Martha Argerich, Janine Jansen, Daniel Müller-Schott, Augustin Hadelich und Jörg Widmann.

Als Solist spielte er mit führenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern und dem Los Angeles Philharmonic, dem Orchestre de Paris, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Symphonieorchestern von Chicago, Boston und London sowie vom NHK, dem Cleveland Orchestra, dem Budapest Festival Orchestra sowie dem Tonhalle-Orchester Zürich und den schwedischen, dänischen und finnischen Radio-Sinfonieorchestern. Er arbeitet regelmäßig mit namhaften Dirigenten wie Fabio Luisi, Antonio Pappano, Daniele Gatti, Lorenzo Viotti, Robin Ticciati, Iván Fischer, Mirga Gražinytė-Tyla, Marek Janowski, Joana Mallwitz, Thomas Søndergård, Daniel Harding, Paavo Järvi, Zubin Mehta und Nathalie Stutzmann zusammen.

Francesco Piemontesi reist durch die ganze Welt und ist bereits in vielen renommierten Konzertsälen aufgetreten, darunter das Concertgebouw Amsterdam, die Carnegie Hall und die Avery Fisher Hall New York sowie die Elbphilharmonie Hamburg. Als gern gesehener Gast war er bei den bekannten Festivals in Salzburg, Edinburgh, Aix-en-Provence, Luzern, Verbier und Schleswig-Holstein sowie bei La Roque d'Anthéron, New York Mostly Mozart, Klavier-Festival Ruhr und den BBC Proms.