© Petra Baratova

Ausrine Stundyte

Die litauische Sopranistin Aušrinė Stundytė hat sich weltweit einen Namen gemacht mit ihren Interpretationen der komplexen Frauencharaktere. Zu ihren aktuellen Projekten zählen zwei wichtige Rollendebüts: An der Staatsoper Stuttgart gibt sie die Polina in Prokofjews "Der Spieler" und an der Staatsoper Amsterdam die Färberin in "Die Frau ohne Schatten" von Richard Strauss.

Nach ihrem fulminanten Debüt bei den Salzburger Festspielen 2020 in der Titelpartie von "Elektra" von Richard Strauss unter Franz Welser-Möst, kehrte sie 2022 als Judith in "Herzog Blaubarts Burg" unter dem Dirigat von Theodor Currentzis nach Salzburg zurück. Im Sommer 2024 gab sie dort ihr Partiedebüt als Nastassja Filippowna Baraschkowa in Mieczysław Weinbergs Oper "Der Idiot" in der Regie von Krzysztof Warlikowski und unter der musikalischen Leitung von Mirga Gražinytė-Tyla.

Zu den wichtigsten Stationen der jüngeren Vergangenheit zählen ihr Partiedebüt als Emilia Marty in Janáčeks "Die Sache Makropulos" in Lyon, Hector Parras‘ "Orgia" in Barcelona, "Herzog Blaubarts Burg" in Vilnius, "Elektra" und "Tosca" am Royal Opera House Covent Garden in London, "Katja Kabanova" in Bergen sowie Katerina Ismailova in Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" in Paris und Genf. In der Philharmonie Paris sang sie Judith in Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" an der Seite von Matthias Goerne.

An der Münchner Staatsoper trat sie in einem Doppelabend mit Dido in Purcells "Dido und Aeneas" und in Schönbergs "Erwartung" sowie in der Sopranhauptpartie Jeanne in "Die Teufel von Loudon" von Krzysztof Penderecki auf. Sie sang die Elektra in Wien und Hamburg, sowie mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom unter Antonio Pappano und die Renata in Prokofjews "Der feurige Engel" in Madrid, beim Festival von Aix-en-Provence, in München, Lyon, am Theater an der Wien und in Zürich.

Zu Aušrinė Stundytės breitem Repertoire gehören auch Partien wie u. a. die der Salome, Heliane in "Das Wunder der Heliane", Regan in "Lear" von Aribert Reimann, Marietta in Korngolds "Die tote Stadt", die Titelpartie in Hindemiths "Sancta Susanna", Carlotta in Franz Schrekers "Die Gezeichneten" und Leonore in "Fidelio".

Die herausragende Produktion der Staatsoper Amsterdam von Zemlinskys "Eine florentinische Tragödie", dirigiert von Marc Albrecht und mit Aušrinė Stundytė in der Rolle der Bianca, wurde vom Label Pentatone aufgenommen.

Aušrinė Stundytė stammt aus Vilnius und studierte Gesang an der Litauischen Musikakademie und an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und wurde mit mehreren Stipendien und wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Sie arbeitet mit DirigentInnen wie Zubin Mehta, Gianandrea Noseda, Fabio Luisi, Kent Nagano, Julia Jones, Julian Kovatchev, Marco Armiliato, Dmitri Jurowski, Markus Stenz und Gabriel Feltz sowie mit RegisseurInnen wie Calixto Bieito, Robert Carsen, Peter Konwitschny, Graham Vick, David Alden, Christof Nel, Pierre Audi, Tatjana Gürbaca, Anthony Pilavachi oder Dmitri Tscherniakov.

Als Konzertsängerin trat sie u. a. im Gewandhaus Leipzig, in der Liederhalle Stuttgart, in der Kölner und der Essener Philharmonie, in Konzertsälen Tokios und der Berliner Philharmonie auf. Mit dem MDR hat Aušrinė Stundytė  Lieder von Hermann Heyer aufgezeichnet.

Konzerte mit Ausrine Stundyte

  • Oper konzertant

    Elektra

  • Oper konzertant

    Elektra