Aziz Shokhakimov ist Musikdirektor und Künstlerischer Leiter des Orchestre Philharmonique de Strasbourg sowie Künstlerischer Leiter des Tekfen Philharmonic Orchestra. Von 2015 bis 2021 war er Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein. Als Gastdirigent stand er unter anderem am Pult des Orchestre de Paris, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des Netherlands Philharmonic, des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Orchestre Philharmonique de Radio France und des Gulbenkian Orchestra. In Nordamerika dirigierte er die Sinfonieorchester von Dallas, Atlanta, Seattle, Toronto, Houston und Utah.
Zu seinen kommenden Engagements zählen Debüts beim Danish Radio Symphony Orchestra, beim San Diego Symphony Orchestra, beim Sao Paulo Symphony Orchestra und beim Orchestre National de Lille sowie Wiedereinladungen zum Warsaw Philharmonic, zur Dresdner Philharmonie, zum Maggio Musicale Fiorentino und zum Teatro Comunale di Bologna. Neben seinen Gastengagements geht Aziz Shokhakimov mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg auf Tournee nach Großbritannien und leitet das Orchester in einer Produktion von Prokofjews "Die Liebe zu den drei Orangen" an der Opéra National du Rhin.
Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten gehörten Auftritte mit dem Rotterdam Philharmonic, der Seoul Philharmonic, dem Gulbenkian Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem Bergen Philharmonic, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und dem Antwerp Symphony Orchestra.
Ebenso intensiv widmet sich Aziz Shokhakimov dem Opernrepertoire. 2024/25 kehrte er an die Bayerische Staatsoper zurück, um Donizettis "Lucia di Lammermoor" zu dirigieren, nachdem er dort eine Spielzeit zuvor mit Tschaikowskys "Pique Dame" debütiert hatte. "Lucia di Lammermoor" leitete er auch an der Opera National de Paris, und im Rahmen seiner Tätigkeit beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg dirigierte er eine Neuproduktion von Wagners "Lohengrin" an der Opéra National du Rhin. Als Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein stand er unter anderem in Neuproduktionen von "Pique Dame", "Madama Butterfly", "Salome" und "Tosca" am Pult.
Gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg hat Aziz Shokhakimov drei Aufnahmen bei Warner Classics veröffentlicht. Im Mai 2025 erschien zum 150. Geburtstag Ravels eine Gesamteinspielung seiner farbenprächtigen Ballettmusik "Daphnis et Chloé", die von der Kritik begeistert aufgenommen wurde. 2024 folgten Prokofjews Symphonie Nr. 1 und die Suiten Nr. 1 & 2 aus "Romeo und Julia", 2023 Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 und seine Fantasie-Ouvertüre zu "Romeo und Julia".
Im August 2016 gewann Aziz Shokhakimov, den renommierten Young Conductors Award der Salzburger Festspiele, wobei er aus 100 Bewerbern ausgewählt wurde. Im August 2017 kehrte er für das Preisträgerkonzert mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien zu den Festspielen zurück, und 2019 dirigierte er gemeinsam mit Patricia Kopatchinskaja den Eröffnungsfestakt der Salzburger Festspiele.
Aziz Shokhakimov wurde 1988 in Taschkent, Usbekistan, geboren. Mit sechs Jahren kam er an die Uspensky-Musikschule für hochbegabte Kinder, wo er Violine, Viola und Orchesterdirigieren (in der Klasse von Professor Vladimir Neymer) studierte. Mit 13 Jahren debütierte er beim National Symphony Orchestra of Uzbekistan mit Beethovens Sinfonie Nr. 5 und Liszts Klavierkonzert Nr. 1. Im darauffolgenden Jahr dirigierte er an der Nationaloper Usbekistans mit "Carmen" seine erste Oper. 2001 wurde er Assistant Conductor des National Symphony Orchestra of Uzbekistan, 2006 dessen Chefdirigent. 2010 gewann er im Alter von nur 21 Jahren den zweiten Preis bei der Gustav Mahler International Conducting Competition in Bamberg, die unter der Schirmherrschaft der Bamberger Symphoniker stattfindet. 2023 erhielt er den Preis der französischen Musikkritik "La Personnalité musicale de l’année" (Musikalische Persönlichkeit des Jahres).