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Bodo Ramelow

Politiker

Bodo Ramelow (Die Linke) wurde am 25. März 2025 zum Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages gewählt, in dem er als Abgeordneter den Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II vertritt. Als Vizepräsident engagiert er sich für Medienvielfalt, den Kampf gegen Hass und Hetze, Plattform-Regulierung und den ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Er saß bereits von 2005 bis 2009 als Abgeordneter für Thüringen im Bundestag.

 

Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbeck geboren. Von 1970 bis 1973 absolvierte er eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel in Gießen, erwarb 1977 die Fachhochschulreife und war von 1978 bis 1980 Filialleiter in Marburg. In den 1980er-Jahren war er Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen und von 1990 bis 1999 Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV). 1999 trat er der PDS bei, die später in Die Linke umbenannt wurde.

 

Von 2005 bis 2009 war Bodo Ramelow stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion Die Linke. Zuvor war er von 1999 bis 2005 Mitglied des Thüringer Landtags, in den er von 2009 bis 2015 zurückkehrte. 2014 wurde Ramelow Ministerpräsident des Freistaates Thüringen und blieb bis 2024 im Amt. Während dieser Zeit war Ramelow von November 2021 bis Oktober 2022 Präsident des Bundesrates, der Kammer, die die deutschen Bundesländer auf Bundesebene vertritt.

 

Im September 2025 veröffentlichte er gemeinsam mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk das Buch "Die neue Mauer. Ein Gespräch über den Osten".

Konzerte mit Bodo Ramelow