Dalia Stasevskas charismatische und dynamische Musikalität hat sie als Dirigentin von außergewöhnlicher Vielseitigkeit etabliert. Sie ist Chefdirigentin des Lahti Symphony Orchestra und Künstlerische Leiterin des Internationalen Sibelius-Festivals sowie Erste Gastdirigentin des BBC Symphony Orchestra. Zudem ist sie regelmäßig bei den BBC Proms zu erleben.
In der Saison 2024/25 gastiert Dalia unter anderem beim Orchestre de Paris, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Oslo Philharmonic, der Dresdner Philharmonie, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Royal Stockholm Philharmonic, dem Helsinki Philharmonic sowie dem Finnish Radio Symphony Orchestra. In Nordamerika kehrt sie zu mehreren Orchestern zurück, darunter das Philadelphia Orchestra, das San Francisco Symphony und das Orchestre symphonique de Montréal, und gibt ihr Debüt beim New World Symphony.
Zu ihren jüngsten Engagements zählen Konzerte mit dem New York Philharmonic, dem Los Angeles Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra, The Cleveland Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt sowie dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra. Im Sommer 2024 tourte sie durch die USA mit Auftritten beim Aspen Music Festival, beim Grand Teton Music Festival, in Tanglewood (mit dem Boston Symphony Orchestra) sowie im Saratoga Performing Arts Center in zwei Konzerten mit dem Philadelphia Orchestra.
Die Aufführung zeitgenössischer Komponist:innen bildet einen zentralen Bestandteil von Dalias Programmgestaltung. In dieser Saison präsentiert sie mit dem Lahti Symphony Orchestra unter anderem Werke von Kaija Saariaho, Judith Weir, Missy Mazzoli, Andrea Tarrodi und Sauli Zinovjev.
Als leidenschaftliche Operndirigentin gab Dalia 2023 ein äußerst erfolgreiches Debüt beim Glyndebourne Opera Festival mit einer Wiederaufnahme von Peter Halls ikonischer Inszenierung von Brittens A Midsummer Night’s Dream. In vorherigen Spielzeiten kehrte sie zur Finnischen Nationaloper und -ballett zurück, um einen Doppelabend mit Poulencs La voix humaine und Weills Songs mit Karita Mattila zu dirigieren, sowie zur Norske Opera für Madama Butterfly und Lucia di Lammermoor. Weitere Produktionen umfassen Don Giovanni an der Kungliga Operan Stockholm in der Regie von Ole Anders Tandberg, Das schlaue Füchslein an der Finnischen Nationaloper sowie Sebastian Fagerlunds Höstsonaten beim Baltic Sea Festival 2018 in Stockholm mit Anne-Sofie von Otter.
Ihr Debüt-Soloalbum Dalia’s Mixtape mit dem BBC Symphony Orchestra erschien im August 2024 bei Platoon und enthält zehn Titel mit einigen der innovativsten Klänge zeitgenössischer Musik. Die Veröffentlichung erfolgte im monatlichen Rhythmus mit Musik genreübergreifender Komponist:innen wie Anna Meredith, Caroline Shaw, Andrea Tarrodi, Noriko Koide, Judith Weir, Julius Eastman und weiteren. Ebenfalls im August veröffentlichte Dalia in einer besonderen Zusammenarbeit mit Joshua Bell und dem INSO-Lviv Symphony Orchestra Thomas de Hartmanns Violinkonzert bei Pentatone Records. Gemeinsam mit dem Lahti Symphony Orchestra brachte sie zwei Alben bei BIS heraus – Klavierkonzerte von Rautavaara und Martinů mit dem Pianisten Olli Mustonen im Juni 2023 sowie den ersten Band der Orchesterwerke von Helvi Leiviskä im Oktober 2023.
Dalia studierte zunächst Violine und Komposition am Konservatorium Tampere und anschließend Violine, Viola und Dirigieren an der Sibelius-Akademie. Zu ihren Dirigierlehrern zählen Jorma Panula und Leif Segerstam. Im Dezember 2018 hatte sie die Ehre, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra bei der Nobelpreisverleihung in Stockholm zu dirigieren. Sie wurde von der New York Times zu einem der „Breakout Stars“ ernannt und erhielt 2023 den Personality of the Year Award des BBC Music Magazine, 2022 den Alfred-Kordelin-Preis sowie 2020 den Conductor Award der Royal Philharmonic Society.
Im Oktober 2021 wurde Dalia von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden der Fürstin Olga III. Grades ausgezeichnet – in Anerkennung ihres bedeutenden persönlichen Beitrags zur Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit, zur Stärkung des internationalen Ansehens der Ukraine sowie zur Popularisierung ihres historischen und kulturellen Erbes. Seit Februar 2022 unterstützt sie die Ukraine aktiv, indem sie Spenden zur Beschaffung von Hilfsgütern sammelt und diese mehrfach persönlich überbringt.