Dalia Stasevska gehört zu den derzeit am rasantesten aufsteigenden Sternen am Klassik-Himmel. Zudem hat sie sich als beeindruckende musikalische Persönlichkeit, als Grenzen überschreitende Innovatorin und als furchtlose Aktivistin und Verfechterin des Wandels etabliert. Sie ist Erste Gastdirigentin des BBC Symphony Orchestra.
In der Saison 2026/27 gibt sie ihr Debüt am Royal Opera House mit dem Dirigat von Mozarts "Die Zauberflöte" in der Inszenierung von David McVicar, gefolgt von ihrem Debüt an der Metropolitan Opera mit Kevin Puts’ Pulitzer-preisgekröntem Werk "Silent Night" unter der Regie von James Robinson. Sie kehrt zum Philadelphia Orchestra, zum Rotterdam Philharmonic, dem Oslo Philharmonic, der Dresdner Philharmonie und dem Sydney Symphony Orchestra zurück und leitet das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im Laufe der Saison gleich bei zwei Projekten. Sinfonische Debüts gibt sie u. a. beim St. Louis Symphony Orchestra und beim Orchestre Philharmonique de Radio France.
Ihre jüngsten sinfonischen Engagements umfassten eine Reihe namhafter Ensembles, darunter Auftritte mit dem New York Philharmonic, den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem San Francisco Symphony, dem Czech Philharmonic, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt, dem Orchestre National de France und den Wiener Symphonikern.
Als leidenschaftliche Operndirigentin leitete sie jüngst erfolgreich Philip Glass’ "Akhnaten" an der LA Opera in Phelim McDermotts gefeierter Inszenierung, Brittens "Ein Sommernachtstraum" an der Deutschen Oper Berlin unter der Regie von Ted Huffman sowie die Wiederaufnahme von Peter Halls bahnbrechender Inszenierung desselben Werks an der Glyndebourne Festival Opera. In früheren Spielzeiten kehrte sie zudem zur Finnish National Opera and Ballet für Poulencs "La Voix humaine" und für Weill-Lieder mit Karita Mattila sowie an die Norwegian National Opera für "Madama Butterfly" und "Lucia di Lammermoor" zurück.
Zu Dalia Stasevskas gefeierten Aufnahmen bei Platoon mit dem BBC Symphony Orchestra gehören das "Ukrainian Mixtape", das den Reichtum der ukrainischen klassischen Musik feiert, sowie ihr für einen Gramophone-Award nominiertes Solo-Debütalbum "Dalia’s Mixtape", eine Erkundung von zeitgenössischem Repertoire. Letzteres wurde über mehrere Monate hinweg Titel für Titel veröffentlicht und interpretierte damit das traditionelle Albumformat für das Streaming-Zeitalter neu. Außerdem wirkte Dalia Stasevska an "Thomas de Hartmann Rediscovered" mit, einem gemeinsamen Album mit dem Geiger Joshua Bell, dem INSO-Lviv Symphony Orchestra, dem Cellisten Matt Haimovitz, dem MDR-Sinfonieorchester und Dennis Russell Davies, das bei Pentatone erschien. Zu ihren Veröffentlichungen bei BIS im Jahr 2023 gehören Klavierkonzerte von Rautavaara und Martinů mit dem Pianisten Olli Mustonen sowie "Helvi Leiviskä: Orchestral Works Vol. 1", das von der New York Times als "bemerkenswert" gepriesen wurde; die Zeitung schrieb zudem: "Dalia Stasevska und das Lahti Symphony Orchestra geben alles."
Dalia Stasevska studierte ursprünglich Violine und Komposition am Konservatorium von Tampere und anschließend Violine, Viola und Dirigieren an der Sibelius Academy in Helsinki. Zu ihren Dirigierlehrern zählten Jorma Panula und Leif Segerstam. Dalia Stasevska wurde 2025 vom Vorstand von European Movement Finland zur "Europäerin des Jahres" ernannt. Die Auszeichnung wurde ihr gemeinsam mit ihren Brüdern, dem Dokumentarfilmer und Cellisten Lukas Stasevskij sowie dem Journalisten und Pianisten Justas Stasevskij, verliehen. Die drei Geschwister wurden für ihr Engagement zur Förderung europäischer Werte, der internationalen Zusammenarbeit und der Demokratie gewürdigt. Im April 2024 war Dalia Stasevska auf dem Titelblatt des Gramophone Magazine zu sehen und im Dezember 2023 wurde sie von der New York Times zu einem der "Breakout Stars of 2023" gekürt. Zudem wurde sie 2023 vom BBC Music Magazine als "Personality of the Year" ausgezeichnet. Sie ist Preisträgerin des Alfred-Kordelin-Preises 2022, erhielt 2020 den Dirigierpreis der Royal Philharmonic Society und hatte die Ehre, das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra bei der Nobelpreisverleihung 2018 in Stockholm zu dirigieren.
Dalia Stasevska wurde im Oktober 2021 von Präsident Wolodymyr Selenskyj für ihren bedeutenden persönlichen Beitrag zur Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit, zur Stärkung des internationalen Ansehens der Ukraine und zur Popularisierung ihres historischen und kulturellen Erbes mit dem Prinzessin-Olga-Orden dritten Grades ausgezeichnet. Seit Februar 2022 setzt sie sich offen für die Ukraine ein, spricht öffentlich darüber, liefert persönlich Hilfsgüter an die Front und dirigiert Konzerte in der Ukraine.