Der Pianist Daniil Trifonov tritt regelmäßig als Solist mit Orchestern auf, ist aber auch als Kammermusiker und Gesangsbegleiter sowie als Komponist tätig. Seine Darbietungen, die eine vollendete Technik mit seltener Sensibilität und Tiefe verbinden, ziehen Publikum und Kritiker immer wieder in ihren Bann. Mit der Sammlung von Liszt-Etüden "Transcendental", seinem dritten Album als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon, gewann er 2018 den Grammy für das beste klassische Instrumental-Solo.
Daniil Trifonovs Saison 2025/26 umfasst drei Programme in der Carnegie Hall. Zunächst trifft er erneut auf Matthias Goerne für eine Aufführung von Schuberts "Die schöne Müllerin", den Abschluss ihrer Nordamerika-Tournee mit Schuberts großen Liederzyklen, auf der sie außerdem "Schwanengesang" in Boston sowie "Die Winterreise" in Toronto, Washington, D.C. und Dallas aufführen. Im weiteren Verlauf der Saison präsentieren sie diese Programme auch in Leipzig, Wien, Paris und Baden-Baden. Anschließend tritt Daniil Trifonov im New Yorker Konzertsaal mit Cristian Măcelaru und dem Orchestre National de France auf und spielt zwei bedeutende französische Klavierkonzerte: Saint-Saëns’ Zweites Klavierkonzert und Ravels vom Jazz inspiriertes Konzert in G-Dur. Schließlich kehrt er für ein Solo-Recital mit Werken von Schumann, Mjaskowski, Tanejew und Prokofjew auf die Hauptbühne der Carnegie Hall zurück. Weitere Höhepunkte sind eine Europatournee mit Nikolaj Szeps-Znaider, die sie in Städte wie Kopenhagen, Oslo, Berlin und Wien führt, Aufführungen von Brahms’ Zweitem Klavierkonzert mit dem Cleveland Orchestra und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie Beethovens Zweites Klavierkonzert mit dem Cincinnati Symphony Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra. Darüber hinaus widmet sich Daniil Trifonov auf seinem neuen Doppelalbum "Tchaikovsky", das im Oktober 2025 bei Deutsche Grammophon erscheint, der intimeren Seite des Komponisten.
Seine Diskografie bei Deutsche Grammophon umfasst "My American Story: North" (2024), das mit dem Presto Music Award in Großbritannien ausgezeichnet wurde, sowie den für einen Grammy nominierten Live-Mitschnitt seines Recital-Debüts in der Carnegie Hall. Weitere Veröffentlichungen sind "Chopin Evocations" sowie "Silver Age", für das er beim Opus Klassik als Instrumentalist des Jahres (Klavier) geehrt wurde, und das Grammy-nominierte Bestseller-Doppelalbum "Bach: The Art of Life". Zudem erschienen drei Alben mit Werken von Rachmaninow, die er mit Yannick Nézet-Séguin und dem Philadelphia Orchestra einspielte; zwei davon wurden für den Grammy nominiert, das dritte gewann 2019 die Auszeichnung für die beste Konzertaufnahme des Jahres vom BBC Music Magazine. 2016 wurde Daniil Trifonov vom Musikmagazin "Gramophone" zum Künstler des Jahres gekürt, 2019 erhielt er die Auszeichnung "Artist of the Year" von Musical America. 2021 ernannte ihn die französische Regierung zum "Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres".
In der Saison 2010/11 gewann er Medaillen bei drei der renommiertesten Wettbewerbe der Musikwelt: den dritten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau, den ersten Preis beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv und sowohl den ersten Preis als auch den Grand Prix beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau. Er studierte am Cleveland Institute of Music in der Klasse von Sergei Babayan.