Mit seiner außergewöhnlichen pianistischen Kunst begeistert Fazıl Say seit über 25 Jahren Publikum und Kritiker weltweit – auf eine ganz eigene Weise, besonders in der zunehmend strukturierten und kommerzialisierten Welt der klassischen Musik. Ein Konzert mit Fazıl Say ist niemals nur eine Aufführung. Es ist unmittelbarer, offener, elektrisierender. Kurz: Es spricht direkt zum Herzen.
Seit Beginn seiner Karriere trat er mit zahlreichen renommierten amerikanischen und europäischen Orchestern sowie mit vielen führenden Dirigenten auf und erarbeitete sich ein breit gefächertes Repertoire von Bach über die Wiener Klassik und Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik, einschließlich eigener Kompositionen für Klavier. Gastspiele führten Fazıl Say in unzählige Länder auf allen fünf Kontinenten, daneben ist er regelmäßig als Kammermusiker zu erleben. Mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja verbindet ihn eine langjährige Duo-Partnerschaft; weitere bedeutende künstlerische Weggefährten sind Maxim Vengerov, das Minetti Quartett, Nicolas Altstaedt und Marianne Crebassa.
Als Komponist erhielt Fazıl Say Aufträge von führenden Institutionen wie dem Boston Symphony Orchestra, dem Orpheus Chamber Orchestra, der BBC, den Salzburger Festspielen, dem WDR, den Münchner Philharmonikern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Wiener Konzerthaus, der Dresdner Philharmonie und der Fondation Louis Vuitton, um nur einige zu nennen. Sein Œuvre umfasst sechs Sinfonien, zwei Oratorien, mehrere Solokonzerte sowie zahlreiche Werke für Klavier und Kammerensembles.
In der Saison 2025/2026 ist Fazıl Say Artist in Residence sowohl beim Schleswig-Holstein Musik Festival als auch beim Gstaad Menuhin Festival. Im Rahmen dieser Residenzen tritt er mit langjährigen Partnerorchestern auf – darunter die Camerata Salzburg, das hr-Sinfonieorchester und die NDR Radiophilharmonie – und erlebt die Uraufführungen neu in Auftrag gegebener Werke bei beiden Festivals. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin begibt er sich auf eine große China-Tournee und kehrt mit einem gefeierten Mozart-Zyklus zum Tonhalle-Orchester Zürich, zum Philharmonischen Orchester Monte-Carlo sowie zum Münchener Kammerorchester zurück. Darüber hinaus präsentiert Say sein jüngstes Klavierkonzert „Mother Earth“ in einer Reihe hochkarätiger Länderpremieren, unter anderem mit dem Philharmonia Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Helsinki Philharmonic, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI in Turin und dem Orchestre National de Belgique.
Als Solist ist Fazıl Say in dieser Saison in bedeutenden Sälen wie der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Londoner Southbank Centre, der Alten Oper Frankfurt, der Kölner Philharmonie, dem Festspielhaus Baden-Baden und dem Muziekgebouw Amsterdam zu erleben. Zudem gastiert er in zahlreichen europäischen Städten, darunter Paris, Toulouse, Rom, Mailand, Cremona, Bologna, Utrecht und Martigny. Darüber hinaus kehrt er zum Klavier-Festival Ruhr zurück und gibt Duoabende mit der Sopranistin Fatma Said im Konzerthaus Berlin und im Konzerthaus Dortmund.
Als Komponist erlebt sein Mandolinenkonzert – im Auftrag von Avi Avital – in der Saison 2025/2026 beim Schleswig-Holstein Musik Festival seine Uraufführung. Weitere Premieren umfassen ein vom Goldmund Quartett in Auftrag gegebenes Streichquartett sowie ein Konzert für antike Lyra, beauftragt vom Staatsorchester Thessaloniki, das im Wiener Musikverein uraufgeführt wird.
Fazıl Say verfügt über eine umfangreiche Diskografie mit über 50 Einspielungen, erschienen bei Labels wie Teldec Classics, naïve und Warner Classics. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter vier ECHO Klassik Preise und ein Gramophone Classical Music Award. Zu den herausragenden Aufnahmen zählen seine von der Kritik gefeierte Gesamtaufnahme der Beethoven-Klaviersonaten sowie Bachs Goldberg-Variationen, beide im Januar 2020 bei Warner Classics erschienen. In der Saison 2025/2026 erscheint sein großes neues Werk „Mozart and Mevlana“, das einen kraftvollen musikalischen Dialog zwischen Ost und West entfaltet – uraufgeführt gemeinsam mit Mozarts Requiem und inspiriert von der Poesie Rumis. Zudem veröffentlicht er weiterhin eigene Kompositionen auf seinem eigenen Label ACM. Says jüngstes Album Oiseaux Tristes, im September 2024 bei Warner Classics erschienen, wurde mit dem OPUS KLASSIK 2025 in der Kategorie Solo-Instrument ausgezeichnet.