Kerem Hasan © Marco Borggreve

Kerem Hasan

„Der junge Londoner zählt zweifellos zu den größten Dirigier-Begabungen seiner Generation“ ‒ Drehpunktkultur.at

Kerem Hasan gilt als einer der spannendsten jungen britischen Dirigenten. Seit der Saison 2025/26 ist er Principal Guest Conductor beim Noord Nederlands Orkest, zuvor war er Chefdirigent des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck. Den Grundstein für seine internationale Karriere legte er 2017 mit dem Gewinn des renommierten „Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award“.

Die Saison 2026/27 beginnt er in den Niederlanden mit einem Konzertprojekt beim Residentie Orkest. Es folgt eine Tournee mit dem Philharmonia Orchestra und der Organistin Anna Lapwood mit Konzerten in Essen, Hamburg, Frankfurt, Köln und Rotterdam. Weitere Engagements führen ihn neben seinen Aufgaben als Erster Gastdirigent in Groningen zurück zur Dresdner Philharmonie, zum Trondheim Symphony Orchestra, zum City of Birmingham Symphony Orchestra, zum Orkest Phion sowie zum Belgrade Philharmonic Orchestra. Zudem dirigiert er erstmals die Copenhagen Phil, das Helsingborg Symphony Orchestra, das Sinfonieorchester Wuppertal sowie das City of Kyoto Symphony Orchestra.

Große Erfolge feierte er in der vergangenen Spielzeit mit der Neuproduktion von Jake Heggies Dead Man Walking an der English National Opera. Er leitete zudem Produktionen an der Welsh National Opera (Le nozze di Figaro), Opera North (La Rondine), der English National Opera (Carmen, Così fan tutte), bei Glyndebourne on Tour (The Rake’s Progress) sowie am Tiroler Landestheater (Samson et Dalila, Rigoletto, The Rape of Lucretia, La Traviata).

Im Konzertbereich arbeitete er unter anderem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, SWR Symphonieorchester, MDR-Sinfonieorchester, Dresdner Philharmonie, Musikalische Akademie Mannheim, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, TonkünstlerOrchester Niederösterreich, Danish National Symphony Orchestra, Orchestre national du Capitole de Toulouse, der Filarmonica Teatro La Fenice sowie dem Toronto Symphony Orchestra und dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra. In den USA dirigierte er das Detroit Symphony Orchestra, Utah Symphony Orchestra und das Minnesota Orchestra.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt Hasan in Meisterkursen bei Dirigenten wie David Zinman, Edo de Waart, Gianandrea Noseda, Esa-Pekka Salonen und Robert Spano. Eine prägende Zusammenarbeit verband ihn mit Bernard Haitink, dem er als Assistent unter anderem beim Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zur Seite stand. Auch seine Teilnahme an der Conducting Academy des Aspen Music Festival markierte eine bedeutende Etappe seiner künstlerischen Entwicklung, dort wurde er 2017 mit dem Aspen Conductor Prize ausgezeichnet.

Kerem Hasan wurde in London geboren. Er studierte Klavier und Dirigieren am Royal Conservatoire of Scotland und schloss seine Ausbildung später an der Zürcher Hochschule der Künste in der Dirigierklasse von Johannes Schlaefli ab.

Konzerte mit Kerem Hasan