Ksenija Sidorova ist "ein Gesamtpaket: umwerfend talentiert, musikalisch vielseitig und obendrein charismatisch" (Chicago Tribune). Weithin als führende Botschafterin des klassischen Akkordeons bekannt, wird sie für "ihre Lebendigkeit, ihren Stil, ihre Ausstrahlung und ihre makellose Virtuosität" (ZealNYC) gefeiert und bringt bei jedem Auftritt eine fesselnde Mischung aus technischer Brillanz und ausdrucksstarker Musikalität auf die Bühne.
Ihr Repertoire erstreckt sich über drei Jahrhunderte und umfasst Werke von J. S. Bach, Astor Piazzolla, Erkki-Sven Tüür und Václav Trojan sowie eine stetig wachsende Zahl zeitgenössischer Werke, die speziell für sie komponiert wurden. Als leidenschaftliche Fürsprecherin Neuer Musik erweitert sie das Akkordeonrepertoire stetig, indem sie Kompositionsaufträge vergibt oder organisiert und indem sie spannende Kooperationen eingeht.
Als Porträtkünstlerin beim Schleswig-Holstein Musik Festival 2026 brachte Ksenija Sidorova Fazıl Says Akkordeonkonzert in der Elbphilharmonie Hamburg zur Uraufführung und präsentierte im Laufe des Sommers zehn Orchester- und Kammermusikprogramme. Nach der erfolgreichen Uraufführung bildet das Konzert von Fazıl Say einen zentralen Schwerpunkt ihrer Saison 2026/27 mit Auftritten in ganz Europa und Asien. Zu den jüngsten Auftragswerken zählen Tõnu Kõrvits’ Akkordeonkonzert "Dances" (2024), das in der Spielzeit 2025/26 beim Pärnu Music Festival, in der Tonhalle Zürich und mit dem Toronto Symphony Orchestra (ur-)aufgeführt wurde, sowie Dobrinka Tabakovas "Sublime Dreams of Living Machines" (2025), das Ksenija Sidorova in dieser Saison zur Dresdner Philharmonie bringt und dessen Erstaufführung in Schweden sie ebenfalls spielt. Mit dem Zürcher Kammerorchester präsentiert sie als Fokuskünstlerin des ZKO-Festivals 2027 vier abwechslungsreiche Programme.
Zu den jüngsten Höhepunkten ihrer Karriere zählen Auftritte mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra – unter anderem bei der "Last Night of the Proms" –, den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre National de France, dem NDR Elbphilharmonie Orchester und vielen anderen. Sie arbeitet mit Dirigent:innen wie Marin Alsop, Paavo Järvi, Kirill Karabits, Delyana Lazarova, Vasily Petrenko, Andris Poga, Christian Reif und Nil Venditti zusammen.
Ksenija Sidorova pflegt Kooperationen mit zahlreichen Kammermusikpartner:innen, darunter mit Avi Avital, mit dem sie in Montreux und auf einer Tournee durch Nordamerika auftritt, mit Benjamin Appl, mit dem sie Konzerte in der Wigmore Hall, bei der Vancouver Recital Series und im Club Musical de Québec gibt, dem SIGNUM Saxophone Quartet, mit dem sie ihr einzigartiges "ANIMA"-Programm in Istanbul, Wien und München präsentiert hat, Thomas Hampson, mit dem sie in der Tonhalle Zürich, im Amsterdamer Concertgebouw, im Beethoven-Haus Bonn und beim Bergen Festival aufgetreten ist, sowie mit dem Goldmund Quartett, mit Miloš, Nemanja Radulović, Andreas Ottensamer und Tine Thing Helseth.
Zudem hat Ksenija Sidorova bereits mehrere große Solokonzerte gegeben, unter anderem in der Carnegie Hall und im Wiener Musikverein. Als regelmäßiger Gast bei bedeutenden Festivals trat sie beim Verbier Festival, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Rheingau Musik Festival, beim Kissinger Sommer, beim Gstaad Menuhin Festival, bei MITO SettembreMusica, beim Ravinia Festival, beim Mostly Mozart Festival und beim Music in the Summer Air Festival (MISA) in Shanghai auf.
Ihr jüngstes Album, das im Februar 2026 bei Alpha Classics erschien, enthält Erkki-Sven Tüürs "Prophecy", Tõnu Kõrvits’ "Dances" sowie Pēteris Vasks’ "The Fruit of Silence", die sie mit dem Estonian Festival Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi eingespielt hat. Die Aufnahmen zeigen Ksenija Sidorovas "blitzschnelle Fingerarbeit, immense Feinfühligkeit im Anschlag und äußerst zarte Phrasierung" (The Times). Ihre vorherige Veröffentlichung bei Alpha, "Crossroads" von 2024, wurde vom Magazin Gramophone als "ein weiterer bemerkenswerter Beweis für Sidorovas Kunstfertigkeit" gepriesen und enthält Werke von J. S. Bach, Sergey Akhunov, Dobrinka Tabakova und Gabriela Montero. Es folgte auf "Piazzolla Reflections" (Alpha, 2021), das von BR Klassik zum "Album des Monats" und von Classic Review zu einem der besten Klassikalben des Jahres gekürt wurde, sowie auf "Carmen" (Deutsche Grammophon, 2016), für das sie 2017 den ECHO KLASSIK als "Instrumentalistin des Jahres" gewann.
Die in Riga geborene Ksenija Sidorova begann im Alter von sechs Jahren Akkordeon zu spielen, inspiriert von ihrer Großmutter. Sie studierte bei Marija Gasele, bevor sie ihr Studium an der Royal Academy of Music in London bei Owen Murray fortsetzte, wo sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter die Silbermedaille der Worshipful Company of Musicians. Seit 2016 war sie Associate Artist der Royal Academy of Music, seit 2021 ist sie Fellow Artist dieser Institution.