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Lisa Batiashvili

Die georgisch-stämmige deutsche Violinistin Lisa Batiashvili wird vom Publikum wie von ihren Kolleg für ihre Virtuosität gerühmt. Die vielfach ausgezeichnete Musikerin pflegt enge und kontinuierliche Beziehungen zu den weltbesten Orchestern, Dirigent und Solist.

2021 erfüllte sie sich ihren Lebenstraum mit der Gründung der Lisa Batiashvili Foundation, in der sie sich für die Unterstützung junger, hochtalentierter georgischer Musiker engagiert.

Zu Beginn der Saison 2026/27 eröffnet Lisa Batiashvili das Tsinandali Festival mit dem Pan-Caucasian Youth Orchestra unter der Leitung von Gianandrea Noseda. Im Anschluss bringt sie ein Stück Georgien mit nach Deutschland, wo sie im Rahmen einer Residenz beim Beethovenfest Bonn so wie in den "Georgien Spotlights" der Dresdner Philharmonie mehrere Programme und Künstler präsentiert. Außerdem bringt sie mit dem Programm "City Lights – Follow Your Dreams" ihre ganz eigene Geschichte live und mit Videokunst untermalt auf die Konzertbühne.

Darüber hinaus ist sie auf Konzerttournee mit dem Concertgebouworkest und Klaus Mäkelä und tritt mit den Berliner Philharmonikern bei den Osterfestspielen Salzburg auf. Weitere Auftritte führen sie unter anderem zur Accademia Nazionale Santa Cecilia, zum New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Budapest Festival Orchestra und dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

Kammermusikalisch ist sie im Klaviertrio mit Jean-Yves Thibaudet und Gautier Capuçon auf einer Tournee durch Nordamerika sowie im Duo mit Giorgi Gigashvili in Europa zu erleben.

Ihre beeindruckende Diskografie umfasst "Visions of Prokofiev" mit dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin, das mit dem Opus Klassik Award 2018 ausgezeichnet und für die Gramophone Awards 2018 nominiert wurde. Frühere Aufnahmen umfassen u. a. die Einspielung der Violinkonzerte von Tschaikowsky und Sibelius mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, Brahms mit der Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann und Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk unter Esa-Pekka Salonen. 2022 erschien das Album "Secret Love Letters" mit Yannick Nézet-Séguin und dem Philadelphia Orchestra. Auf DVD bzw. Blu-ray wurden ihre Konzerte mit den Berliner Philharmonikern unter Yannick Nézet-Séguin und Bartóks Violinkonzert Nr. 1 sowie Brahms' Doppelkonzert für Violine und Cello mit Gautier Capuçon und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann herausgebracht.

Als Geigerin wurde Lisa Batiashvili vielfach ausgezeichnet, darunter 2009 mit dem Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana, im Jahre 2015 von Musical America als "Instrumentalistin des Jahres" und 2017 von Gramophone als "Künstlerin des Jahres".

Darüber hinaus wurde sie 2024 für ihre herausragenden musikalischen Leistungen und ihr Engagement zur Förderung junger Musiktalente in ihrer georgischen Heimat mit dem Europäischen Kulturpreis geehrt. 2025 wurde sie mit dem Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg für ihren Einsatz gegen Krieg, für politisches Engagement und für die Förderung des europäischen Gedankens ausgezeichnet und erhielt die Ehrung Pro meritis scientiae et litterarum des Bayerischen Staatsministeriums. In der Laudatio hieß es: "Sie ist Künstlerin mit Überzeugung: Mit ihrer klaren politischen Haltung insbesondere gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und ihrem Einsatz für Demokratie ist sie ein echtes Vorbild."

Von 2019 bis 2022 war sie Künstlerische Leiterin der Audi Sommerkonzerte Ingolstadt. 2018 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Sibelius Academy der University of the Arts Helsinki verliehen. Im Oktober 2026 tritt sie ihre Professur am Mozarteum Salzburg an.

Lisa Batiashvili lebt in Berlin und spielt eine Guarneri-"del Gesù"-Violine aus dem Jahre 1739, eine großzügige Leihgabe eines privaten Sammlers in Deutschland. Für ausgewählte Projekte tritt sie auch mit einer Violine von Philipp Augustin auf, einem Nachbau ihrer "del Gesù", der 2026 für sie angefertigt wurde.