Stéphane Denève © SWR

Stéphane Denève

Dirigent

Stéphane Denève ist Musikdirektor des St. Louis Symphony Orchestra, Künstlerischer Leiter der New World Symphony und erster Gastdirigent des Netherlands Radio Philharmonic. Zuvor war er als erster Gastdirigent des Philadelphia Orchestra, Musikdirektor des Brussels Philharmonic, Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters und Musikdirektor des Royal Scottish National Orchestra tätig.

Mit seiner Leidenschaft für die Zukunft der klassischen Musik und seinem Talent als Kommunikator engagiert er sich dafür, die nächste Generation von Musiker und Zuhörer durch Auftragswerke, Initiativen in den Bereichen digitale und neue Medien sowie innovative Ansätze für Konzertpräsentationen zu inspirieren. Neben seiner Mentorentätigkeit für die jungen Musiker des New World Symphony engagiert er sich als Pädagoge regelmäßig in Programmen wie denen der Colburn School in Los Angeles, des Tanglewood Music Center, des European Union Youth Orchestra, des Aspen Music Festival, des Curtis Institute und der Music Academy of the West.

Zu seinen jüngsten Engagements in Europa zählten Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestra Sinfonica dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Wiener Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Czech Philharmonic, dem BBC Symphony Orchestra bei den BBC Proms, dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra (mit dem er das Nobelpreis-Konzert 2020 gestaltete), das Orchestre National de France, das Orchestre Philharmonique de Radio France und das Rotterdam Philharmonic.

In Nordamerika gab Stéphane Denève sein Debüt in der Carnegie Hall mit dem Boston Symphony Orchestra und trat anschließend im Rahmen von Tourneen mit dem Brussels Philharmonic sowie mit dem Philadelphia Orchestra zusammen mit John Williams und Yo-Yo Ma in der Carnegie Hall auf. Er ist regelmäßiger Gastdirigent beim New York Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony, dem Dallas Symphony und dem Toronto Symphony. Im Jahr 2022 hatte er die Ehre, die offizielle Gala zum 90. Geburtstag von John Williams im Kennedy Center mit dem National Symphony Orchestra zu leiten. Zudem ist er ein häufiger Gast bei vielen US-amerikanischen Sommermusikfestivals, darunter Konzerte in der Hollywood Bowl, beim Aspen Music Festival, dem Tanglewood Festival, dem Blossom Music Festival, dem Bravo!Vail, dem Festival Napa Valley, dem Grand Teton Music Festival, dem Sun Valley Music Festival und der Music Academy of the West.

Darüber hinaus ist er in den letzten Jahren mit dem NHK Symphony Orchestra, dem Sydney Symphony Orchestra, dem New Zealand Symphony Orchestra, dem São Paulo Symphony Orchestra und dem Hong Kong Philharmonic Orchestra aufgetreten und hat mit dem Saito Kinen Orchestra und John Williams die Gala zum 125-jährigen Jubiläum der Deutschen Grammophon in der Suntory Hall gestaltet.

Stéphane Denève arbeitet regelmäßig mit vielen der weltweit führenden Solisten zusammen, darunter Leif Ove Andsnes, Emanuel Ax, Joshua Bell, Nicola Benedetti, Yefim Bronfman, Renaud und Gautier Capuçon, Sasha Cooke, James Ehnes, Kirill Gerstein, Hélène Grimaud, Augustin Hadelich, Hilary Hahn, Sheku Kanneh-Mason, Leonidas Kavakos, Lang Lang, Olivier Latry, Isabel Leonard, Paul Lewis, Nikolai Lugansky, Yo-Yo Ma, Anne-Sophie Mutter, Kelley O’Connor, Víkingur Ólafsson, Stéphanie d’Oustrac, Golda Schultz, Gil Shaham, Akiko Suwanai, Nikolaj Szeps-Znaider, Jean-Yves Thibaudet, Davóne Tines und Frank Peter Zimmermann. Eine besondere Erinnerung bewahrt er zudem an die außergewöhnlichen Künstler Nicholas Angelich und Lars Vogt, mit denen ihn eine langjährige, tiefe musikalische Freundschaft verband.

Im Bereich der Oper hat Stéphane Denève Inszenierungen am Royal Opera House Covent Garden, an der Opéra National de Paris, beim Glyndebourne Festival, am Teatro alla Scala, an der Deutschen Oper Berlin, an der Dutch National Opera (darunter eine Neuproduktion von "Pelléas et Mélisande" mit dem Royal Concertgebouw Orchestra für das Holland Festival), beim Saito Kinen Festival, am Gran Teatre del Liceu, an der La Monnaie und an der Deutschen Oper am Rhein geleitet. In der Spielzeit 2026/27 kehrt er an die Dutch National Opera zurück, um dort im Rahmen des Holland Festivals gemeinsam mit dem Royal Concertgebouw Orchestra eine Neuproduktion von Berlioz’ "La Damnation de Faust" zu dirigieren.

Für seine bisherige Diskografie wurde Stéphane Denève von der Fachpresse hochgelobt – insbesondere für die Werke von Poulenc, Debussy, Ravel, Roussel, Franck und Connesson. Er ist dreifacher Gewinner des Diapason d’Or de l’Année, stand auf der Shortlist für den Gramophone Artist of the Year Award und gewann den Preis für sinfonische Musik bei den International Classical Music Awards. Seine jüngste Veröffentlichung entstand in Zusammenarbeit mit dem St. Louis Symphony Orchestra und ist der Musik von Kevin Puts gewidmet.

Zu seinen weiteren aktuellen Aufnahmeprojekten zählen Bernsteins Serenade und John Williams’ Violinkonzert Nr. 1 mit James Ehnes und dem St. Louis Symphony Orchestra; eine Aufnahme von Honeggers "Jeanne d’Arc au bûcher" mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, ein Album mit Filmmusik von John Williams, aufgenommen für die Deutsche Grammophon sowie zwei Alben mit Werken von Guillaume Connesson mit dem Brussels Philharmonic (von denen das erste mit dem Diapason d’Or de l’Année, dem Caecilia Award und dem CHOC of the Year des Classica Magazine ausgezeichnet wurde). Ein Box-Set mit seinen gesamten Ravel-Aufnahmen mit dem SWR Symphonieorchester Stuttgart erschien 2022 bei Hänssler Classic.

Als Absolvent und Preisträger des Pariser Konservatoriums arbeitete Stéphane Denève zu Beginn seiner Karriere eng mit Sir Georg Solti, Seiji Ozawa und Georges Prêtre zusammen und wurde vom belgischen Pädagogen und Pianisten André Dumortier betreut.

Konzerte mit Stéphane Denève