Tabita Berglund hat sich als eine der gefragtesten Dirigentinnen ihrer Generation etabliert. Mit ihrem charismatischen Stil, der Eleganz, Schwung und Präzision vereint, arbeitet sie mit führenden Orchestern weltweit zusammen. The Arts Desk lobte sie dabei für ihr "außergewöhnliches Musizieren". Sie ist Designierte Chefdirigentin des Bergen Philharmonic Orchestra und tritt dort im August 2027 offiziell das Amt der Chefdirigentin an. Zudem ist sie Erste Gastdirigentin sowohl des Detroit Symphony Orchestra als auch der Dresdner Philharmonie.
Zu den Höhepunkten von Tabita Berglunds Saison als Designierte Chefdirigentin in Bergen zählen die Eröffnungskonzerte der Saison 2026/27 sowie eine achtteilige Europatournee im Frühjahr, in deren Rahmen sie u. a. in der Alten Oper Frankfurt, der Isarphilharmonie München, dem Koningin Elisabethzaal Antwerpen und der Elbphilharmonie Hamburg auftritt. Debüts als Gastdirigentin gibt sie u. a. bei den Wiener Symphonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem BBC Symphony Orchestra, dem Toronto Symphony Orchestra und dem Gulbenkian Orchestra, während sie Wiedereinladungen der Bamberger Symphoniker, des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des Oslo Philharmonic, des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, des Iceland Symphony Orchestra sowie des Orchestre de Chambre de Paris zur Saisoneröffnung 2026/27 in La Seine Musicale nachkommt.
Tabita Berglund arbeitet mit international führenden Solist:innen zusammen, darunter Leif Ove Andsnes, Hélène Grimaud, Kirill Gerstein, Alexander Malofeev, Pekka Kuusisto, Leila Josefowicz, Augustin Hadelich, Christian Tetzlaff, Truls Mørk, Nicolas Altstaedt und Camilla Tilling. Ihre Programmgestaltung für 2026/27 spiegelt die Breite ihrer Repertoire-Interessen wider – von Mozart, Beethoven und Schubert bis hin zu Richard Strauss, Skrjabin, Strawinsky, Ravel, John Adams und vielen anderen. Zudem setzt sie ihr Engagement für das Œuvre nordischer Komponist:innen wie Thorvaldsdóttir, Sibelius und Irgens-Jensen fort.
Zu ihren jüngsten Gastauftritten zählen Konzerte mit The Cleveland Orchestra, mit dem Los Angeles Philharmonic, dem Minnesota Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, den Bamberger Symphonikern, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Gothenburg Symphony, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, den Sydney und Melbourne Symphony Orchestras sowie dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, um nur einige zu nennen. Festivalauftritte absolviert sie u. a. in Granada, Grafenegg, Dresden (Eröffnungskonzert der Musikfestspiele 2026 mit der Dresdner Philharmonie) sowie bei einem von ihr kuratierten zweiwöchigen Northern Lights Festival in Detroit, während Mozarts "Le nozze di Figaro" (Garsington Opera) und Tschaikowskys "Der Nussknacker" (Norwegian National Opera and Ballet) zu ihren bisherigen Opern- und Ballettproduktionen zählen. Im Sommer 2024 war sie Jury-Vorsitzende beim Finale des Wettbewerbs Eurovision Young Musicians, der europaweit live von den großen Sendern übertragen wurde.
Tabita Berglund studierte an der Norwegian Academy of Music, zunächst Cello bei Truls Mørk und später Orchesterdirigieren bei Ole Kristian Ruud. Sie spielte regelmäßig mit dem Oslo Philharmonic, dem Bergen Philharmonic Orchestra und den Trondheim Soloists, bevor sie ihren Fokus aufs Dirigieren verlagerte. Ihre erste offizielle Position war die der Ersten Gastdirigentin des Kristiansand Symphony Orchestra (2021–2024). Ihre Debüt-CD mit dem Oslo Philharmonic und der Geigerin Sonoko Miriam Welde erschien 2021 (LAWO) und wurde 2022 für einen norwegischen Grammy (Spellemann) in der Kategorie Klassik nominiert.