Der amerikanische Bariton Thomas Lehman hat sich als unverwechselbare Stimme auf der internationalen Opernbühne etabliert. Seine Karriere begann an der Deutschen Oper Berlin, inzwischen pflegt er eine besonders enge künstlerische Beziehung zu den Opern von Richard Wagner. Zudem ist er sowohl im etablierten Repertoire als auch in zeitgenössischen Werken gleichermaßen zu Hause.
In der Spielzeit 2025/26 gibt Thomas Lehman sein Rollendebüt als Amfortas in "Parsifal" sowie als Kurwenal in einer Neuproduktion von "Tristan und Isolde" an der Deutschen Oper Berlin. An der Opéra de Rouen ist er als Ibn-Hakia in "Iolanta" zu erleben und debütiert an der Bayerischen Staatsoper als Kilian in "Der Freischütz". Ein besonderes Highlight der kommenden Spielzeiten ist seine Rückkehr an das Royal Opera House als Gunther in einer Neuproduktion von "Götterdämmerung" unter der Leitung von Antonio Pappano, womit der von Barrie Kosky inszenierte neue "Ring"-Zyklus vollendet wird.
Zu den Höhepunkten der Saison 2024/25 zählten Debüts am Royal Opera House, Covent Garden, als Vater in "Hänsel und Gretel" unter der Leitung von Giedrė Šlekytė sowie bei den Salzburger Festspielen als Lord Guglielmo Cecil in Ulrich Rasches Neuproduktion von Maria Stuarda. Zudem war er an der Detroit Opera als Guglielmo in "Così fan tutte" in einer Inszenierung von Yuval Sharon zu hören. An der Staatsoper Hamburg kreierte er die Rolle des Dr. Keiron in der Uraufführung von "Die dunkle Seite des Mondes" von Unsuk Chin unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano und in einer Inszenierung von Dead Centre. An der Deutsche Oper Berlin sang er die Titelpartie in einer Neuproduktion von "Macbeth" unter Enrique Mazzola und gab seine ersten szenischen Vorstellungen als Wolfram in "Tannhäuser".
In jüngster Zeit debütierte Thomas Lehman an der San Francisco Opera als Heerrufer in David Aldens Produktion von "Lohengrin" – eine Darstellung, die ihm eine Nominierung im "Emerging Stars"-Wettbewerb des Hauses einbrachte. Außerdem gab er sein Rollendebüt als Wolfram in einer konzertanten Aufführung von "Tannhäuser" beim Edinburgh International Festival unter der Leitung von Donald Runnicles. An der Deutschen Oper Berlin erweiterte er sein Repertoire um neue Partien, darunter Jelezki in einer Neuproduktion von "Pique Dame" sowie die Titelrolle in "Nixon in China".
Auf dem Konzertpodium debütierte Thomas Lehman mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra in "Carmina Burana" zur Eröffnung des Edinburgh International Festival. Mit dem St. Louis Symphony Orchestra unter Stéphane Denève kehrte er zu diesem Werk zurück und trat mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra als Donner in "Das Rheingold" unter Yannick Nézet-Séguin in Paris, Rotterdam, Dortmund und Baden-Baden auf.
An der Deutsche Oper Berlin umfasste sein vielseitiges Repertoire unter anderem Gunther in einer neuen "Götterdämmerung"-Inszenierung von Stefan Herheim, Lucifer in "Antikrist" sowie Guy de Montfort in "Les Vêpres siciliennes". Zudem war er dort als Lescaut ("Manon Lescaut", dirigiert von Simon Rattle), Ford ("Falstaff"), Marcello ("La bohème"), Renato ("Un ballo in maschera"), Figaro ("Il barbiere di Siviglia"), Conte Almaviva ("Le nozze di Figaro"), Valentin ("Faust") und Silvio ("Pagliacci") zu hören.
Zu seinen Gastengagements zählen Ford in Barrie Koskys "Falstaff" an der Komischen Oper Berlin, Ibn-Hakia in "Iolanta" am Theater Bern, Conte Almaviva ("Le nozze di Figaro") am Theater Basel, Lescaut beim Edinburgh International Festival, Silvio am Teatro Nacional de São Carlos sowie Hindley Earnshaw in "Wuthering Heights" an der Opéra national de Lorraine.