Thomas Ospital wurde 1990 im französischen Baskenland geboren und ist seit 2015 Titularorganist der großen Orgel von Saint-Eustache in Paris. Von 2016 bis 2019 war er erster Residenz-Organist an der Pariser Maison de la Radio.
Seine Karriere als Konzertorganist führt ihn durch ganz Frankreich, quer durch Europa, in die USA und nach Australien. Die Improvisationskunst nimmt einen wichtigen Platz in seiner musikalischen Praxis ein, und er setzt sich dafür ein, sie in all ihrer Vielfalt zu erhalten; auch die Begleitung von Stummfilmen auf der Orgel gehört für ihn dazu.
Für sein Debütalbum spielte er Werke von Franz Liszt auf der großen Orgel von Saint-Eustache ein (Hortus-Verlag, September 2017). Das zweite Album von 2018 wurde auf der Orgel des Auditoriums von Radio France aufgenommen und ist Improvisationen und Werken von Johann Sebastian Bach gewidmet, die mit den Choraletüden von Thierry Escaich in Beziehung gesetzt werden, die Thomas Ospital auch zur Uraufführung brachte. Inzwischen ist er auf zahlreichen weiteren Alben zu hören.
Thomas Ospital gibt sein Wissen leidenschaftliche gerne weiter und wird regelmäßig eingeladen, im Rahmen von Meisterkursen Literaturspiel und Improvisation zu unterrichten. Seit 2017 ist er Professor für das Begleiten an Tasteninstrumenten am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris und seit 2021 auch Professor für Orgel.
Thomas Ospital begann sein Musikstudium am Conservatoire de Bayonne bei Esteban Landart und setzte es am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris fort, wo er fünf Abschlüsse mit der höchsten Auszeichnung "Premier Prix" machte. Zu seinen Lehrern zählen Olivier Latry, Michel Bouvard, Thierry Escaich, Philippe Lefebvre, Fabien Waksman, Isabelle Duha und Pierre Pincemaille.
Als Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe (Saragossa, Chartres, Toulouse, Grand Prix Florentz der Académie des Beaux-Arts) war er sechs Monate lang Young Artist in Residence an der Kathedrale Saint Louis King of France in New Orleans, USA.