Bei einer öffentlichen Probe mit ihrer Ersten Gastdirigentin Tabita Berglund am 15. Oktober erlebt das Publikum die Dresdner Philharmonie aus nächster Nähe. Geprobt wird Schuberts „Unvollendete“. Im Anschluss beantwortet Tabita Berglund Fragen des Publikums.
Wie entsteht die Interpretation eines großen sinfonischen Werks und was geschieht, wenn eine Dirigentin eine Passage unterbricht, verändert und noch einmal probt? Mit dem neuen Format „Mittendrin“ lädt die Dresdner Philharmonie ihr Publikum erstmals dazu ein, eine Probe aus nächster Nähe mitzuerleben.
Dafür nimmt das Publikum rund um die Bühne und zum Teil direkt auf der Bühne Platz und erlebt so unmittelbar, wie Tabita Berglund gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie an Franz Schuberts Sinfonie h-Moll, der berühmten „Unvollendeten“, arbeitet.
Passagen werden wiederholt, musikalische Details ausprobiert und Vorstellungen von Klang, Tempo und Ausdruck gemeinsam entwickelt. Das Publikum kann beobachten und hören, wie die Verständigung zwischen Dirigentin und Orchester funktioniert und wie sich eine Interpretation im Verlauf einer Probe formt.
Nach der Probe bleibt Gelegenheit zum direkten Austausch: Tabita Berglund beantwortet Fragen aus dem Publikum – zur Arbeit an Schuberts Sinfonie ebenso wie zum Dirigieren und zur Zusammenarbeit mit dem Orchester.
Die Probe ist so eingerichtet, dass Berglunds Erläuterungen und Hinweise an das Orchester auch für das Publikum gut zu hören sind.
Vom Probenbesuch ins Konzert: Bereits an den beiden folgenden Abenden, am 16. und 17. Oktober, jeweils um 19 Uhr, ist Tabita Berglund mit der Dresdner Philharmonie im Sinfoniekonzert zu erleben. Dann erklingt Schuberts „Unvollendete“ als Teil des vollständigen Konzertprogramms – gemeinsam mit Ludwig Irgens-Jensens „Passacaglia“ und Mozarts Sinfonia concertante Es-Dur. Solisten sind Josef Špaček (Violine) und Diyang Mei (Viola). So bietet sich dem Publikum die Gelegenheit, nach dem unmittelbaren Einblick in die Probenarbeit bei „Mittendrin“ das Ergebnis im Konzert zu erleben.