"Georgian Spotlights" mit Lisa Batiashvili

Vier Konzerte, zwei Programme und eine gemeinsame künstlerische Handschrift: Lisa Batiashvili ist im September mit der Dresdner Philharmonie in Dresden und beim Beethovenfest Bonn zu erleben. Mit „City Lights“ und einem Programm um Sibelius’ Violinkonzert gestaltet die Geigerin zugleich einen zentralen Teil der „Georgien Spotlights“ der Dresdner Philharmonie.

Mit zwei unterschiedlichen Programmen ist Lisa Batiashvili im September zu Gast bei der Dresdner Philharmonie. Am 18. September bringt sie im Kulturpalast ihr Projekt „City Lights“ auf die Bühne, am 27. September interpretiert sie Jean Sibelius’ Violinkonzert. Dazwischen reist die Dresdner Philharmonie für zwei Gastspiele zum Beethovenfest Bonn: Am 20. September erklingt dort „City Lights“, am 25. September das Programm mit Sibelius, Kancheli und Mendelssohn. Batiashvili ist in diesem Jahr Residenzkünstlerin des Beethovenfestes.

Die vier Konzerte bilden zugleich einen Schwerpunkt der „Georgien Spotlights“ in der Saison 2026/27. Die in Tiflis geborene Lisa Batiashvili gestaltet diesen Schwerpunkt als Kuratorin und Künstlerin mit. Im Mittelpunkt stehen Künstlerinnen und Künstler aus Georgien sowie Musik, in der Fragen nach Heimat, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit eine Rolle spielen.

„City Lights“ – eine musikalische Reise

Den Auftakt bildet am 18. September „City Lights“ im Kulturpalast. Ausgangspunkt des Projekts ist Charlie Chaplin, dessen Filme und Musik Lisa Batiashvili zu einem sehr persönlichen Konzertprogramm inspiriert haben. Gemeinsam mit dem georgischen Dirigenten, Komponisten und Arrangeur Nikoloz Rachveli führt sie musikalisch durch elf Städte, die mit Stationen und Erfahrungen ihres Lebens verbunden sind. Klassik begegnet dabei Jazz, Tango, Film- und Popmusik; filmische Projektionen ergänzen die musikalische Reise.

Von Tiflis führt „City Lights“ unter anderem nach Berlin, Paris, München, Wien und New York bis nach Buenos Aires. Dabei begegnen sich Musik unterschiedlicher Genres und Zeiten – von Johann Sebastian Bach und Antonín Dvořák über Fritz Kreisler und Richard Strauss bis zu Michel Legrand und Musik aus dem Umfeld Charlie Chaplins. Einen besonderen Platz nimmt die Musik des georgischen Komponisten Giya Kancheli ein.

Am Pult steht Nikoloz Rachveli, Generalmusikdirektor des Georgian Philharmonic Orchestra und des National Music Centre of Georgia. Der georgische Dirigent, Komponist, Pianist und Arrangeur bewegt sich zwischen klassischer Musik, Jazz, Film- und Popularmusik und arbeitet seit vielen Jahren mit Lisa Batiashvili zusammen.

Von Georgien über Finnland nach Italien

Auch das zweite Programm stellt eine Verbindung zwischen Georgien und Lisa Batiashvilis eigener musikalischer Biografie her. Jean Sibelius’ Violinkonzert d-Moll begleitet die Geigerin seit Beginn ihrer internationalen Karriere. Schon als 16-Jährige machte sie damit beim Internationalen Jean-Sibelius-Violinwettbewerb in Helsinki auf sich aufmerksam.

Eröffnet wird das Konzert mit „Sio“ für Streicher, Klavier und Schlagwerk von Giya Kancheli. Der 2019 verstorbene Komponist zählt zu den international bekanntesten musikalischen Stimmen Georgiens. Den Klavierpart übernimmt der junge georgische Pianist und Komponist Sandro Nebieridze, der von der Lisa Batiashvili Foundation gefördert wird. Die Stiftung wurde 2021 gegründet und unterstützt junge georgische Musikerinnen und Musiker auf ihrem Weg in eine internationale Karriere.

Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Vierter Sinfonie, der „Italienischen“, endet das Programm. Am Pult der Dresdner Philharmonie steht Dalia Stasevska. Die finnisch-ukrainische Dirigentin ist Erste Gastdirigentin des BBC Symphony Orchestra sowie Chefdirigentin des Lahti Symphony Orchestra und Künstlerische Leiterin des International Sibelius Festival.

Lisa Batiashvili

Lisa Batiashvili wurde in Tiflis geboren und lebt heute in Berlin. Die georgischstämmige deutsche Geigerin gehört zu den international gefragtesten Solistinnen ihrer Generation und arbeitet regelmäßig mit führenden Orchestern und Dirigenten zusammen. Sie ist Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. Mit der 2021 gegründeten Lisa Batiashvili Foundation engagiert sie sich für die Förderung junger Musikerinnen und Musiker aus Georgien. In der Saison 2026/27 gestaltet sie als Kuratorin und Künstlerin die „Georgien Spotlights“ der Dresdner Philharmonie.

Konzerttermine und Programme finden Sie in der PM im Downloadbereich.