Chefdirigent Sir Donald Runnicles dirigiert Saisoneröffnung

Chefdirigent Sir Donald Runnicles eröffnet die Konzertsaison 2026/27 unter dem Motto „Paradiese“ mit einem groß besetzten Chor- und Orchesterprogramm.

Mit zwei Konzerten am 12. und 13. September 2026 eröffnet die Dresdner Philharmonie ihre Saison 2026/27 im Kulturpalast. Unter der Leitung von Chefdirigent Sir Donald Runnicles erklingen Ottorino Respighis „Pini di Roma“ und Carl Orffs „Carmina Burana“. Mit großer Orchesterbesetzung, drei Chören und drei Gesangssolisten bildet das Programm zugleich den Auftakt der neuen Spielzeit, die unter dem Motto „Paradiese“ steht.

Carl Orffs Carmina Burana gehört seit ihrer Uraufführung 1937 zu den meistgespielten Werken des Chorrepertoires. Grundlage der 24 Gesänge sind mittelalterliche Texte aus der gleichnamigen Handschrift. Sie erzählen von der Wechselhaftigkeit des Glücks, von Liebe und Begehren, vom Erwachen der Natur und von der Vergänglichkeit des Lebens.

„Es ist kein Geheimnis, dass Orffs ‚Carmina Burana‘ eines der populärsten Werke überhaupt ist“, sagt Chefdirigent Sir Donald Runnicles. „Ganz gleich, ob in Australien, Großbritannien, Amerika oder hier in Deutschland: Das Werk wird immer wieder gespielt. Es hat etwas ausgesprochen Feierliches und ist damit für eine Saisoneröffnung bestens geeignet. Und es gibt mir die Möglichkeit, nicht nur mit unserem wunderbaren Orchester, sondern auch mit exzellenten Solisten und großartigen Chören zu arbeiten.“

Im ersten Teil des Konzertabends erklingt Ottorino Respighis 1924 entstandene Tondichtung „Pini di Roma“. In vier unmittelbar ineinander übergehenden Sätzen führt Respighi an unterschiedliche Orte Roms, angefangen bei den Pinien der Villa Borghese über die Katakomben und den nächtlichen Gianicolo bis hin zur Via Appia. Mit einer farbenreichen, groß dimensionierten Orchesterbesetzung entwirft er dabei weniger ein realistisches Stadtporträt als eine Folge atmosphärischer und imaginierter Bilder.

Beide Werke eröffnen auf unterschiedliche Weise Perspektiven auf das Saisonmotto „Paradiese“. Respighi beschwört Natur, Erinnerung und idealisierte Orte, während Orffs „Carmina Burana“ sehr irdische Vorstellungen von Glück und erfülltem Leben verhandelt. Damit steht bereits die Saisoneröffnung für die unterschiedlichen Facetten des Paradiesbegriffs, denen die Dresdner Philharmonie im Verlauf der Spielzeit nachgeht.

Die Solopartien in „Carmina Burana“ übernehmen Lilit Davtyan (Sopran), Sunnyboy Dladla (Tenor) und Thomas Lehman (Bariton). Gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie musizieren der Prager Philharmonische Chor, der Philharmonische Chor Dresden und der Philharmonische Kinderchor Dresden.