Boris Giltburg wird weltweit als äußerst sensibler, einfühlsamer und fesselnder Interpret gepriesen, dessen Spielweise von einem narrativen Ansatz geprägt ist. Kritiker loben sein "Wechselspiel von spiritueller Ruhe und emphatischem Engagement" als "packend ... man könnte sich keine erhellendere, lyrischere und phrasenreichere Interpretation wünschen" (Süddeutsche Zeitung).
In der Saison 2025/26 tritt er mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt, dem Philharmonia Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Warsaw Philharmonic, den Essener Philharmonikern, dem Basque National Orchestra und dem Taipei Symphony Orchestra auf. Während der gesamten Spielzeit ist er Artist in Residence bei der Dresdner Philharmonie, mit der er neben einem Solo-Abend vier Mal in Dresden auftritt und zudem auf Italien-Tournee geht. In dieser Saison arbeitet er außerdem mit führenden Dirigentinnen und Dirigenten zusammen, darunter Jukka-Pekka Saraste, Krzysztof Urbański, Dima Slobodeniouk, Dalia Stasevska, Kahchun Wong, Jun Märkl und Anja Bihlmaier. Seine lange Liste an Orchestern, mit denen er arbeitet, umfasst u. a. das Czech Philharmonic, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Finnish Radio Symphony Orchestra, das Orchestre National de France, das Oslo Philharmonic, das Philharmonia Orchestra, das NHK Symphony Orchestra and das Seoul Philharmonic Orchestra.
Boris Giltburg gibt regelmäßig Konzerte in den renommiertesten Konzertsälen der Welt, darunter das Concertgebouw Amsterdam, das BOZAR Brüssel, die Elbphilharmonie Hamburg, das Southbank Centre und die Wigmore Hall in London, die Carnegie Hall New York, das Rudolfinum in Prag und das Wiener Konzerthaus. Nach dem Erfolg seines Beethoven-Klaviersonatenzyklus mit acht ausverkauften Konzerten in der Wigmore Hall setzt er das Projekt im Flagey in Brüssel, im Palau de la Música in Valencia und im Teatro Municipal in Santiago de Chile fort. In den letzten Jahren hat er sich auch intensiv mit anderen bedeutenden Komponisten wie Ravel und Chopin beschäftigt. Weithin gilt er als führender Rachmaninow-Interpret: "Seine Originalität entspringt einer Verschmelzung von Herz und Verstand, unterstützt durch makellose Technik und motiviert durch eine tiefe und beständige Liebe zu einem der größten Komponisten und Pianisten des 20. Jahrhunderts" (Gramophone).
In der Saison 2025/26 spielt er am Saison-Eröffnungswochenende des Southbank Centre sämtliche Préludes von Rachmaninow sowie dessen 3. Klavierkonzert mit dem Philharmonia Orchestra beim innovativen Londoner Kunstprojekt "Bold Tendencies".
2025 veröffentlichte er ein Album mit Rachmaninows bahnbrechenden Klaviersonaten Nr. 1 und 2 sowie seiner eigenen Fassung von "Die Toteninsel" auf Basis von Kirkors Bearbeitung. Das Album wurde von der Jury des Preises der deutschen Schallplattenkritik in die Bestenliste 2/2025 aufgenommen.
Als vollendeter Aufnahmekünstler veröffentlicht Boris Giltburg seine Einspielungen seit 2015 exklusiv bei Naxos. Er wurde mit dem Opus Klassik für die beste solistische Aufnahme von Rachmaninows Klavierkonzerten und dessen "Études-Tableaux" sowie mit einem Diapason d’Or für Schostakowitschs Klavierkonzerte und sein eigenes Klavier-Arrangement von Schostakowitschs Streichquartett Nr. 8 ausgezeichnet. Außerdem erhielt er u. a. einen Gramophone Award für das Dvořák-Klavierquintett auf Supraphon mit seinen ständigen musikalischen Partnern vom Pavel Haas Quartet sowie in der gleichen Besetzung einen Diapason d’Or und einen Choc de Classica für ihre gemeinsame Aufnahme von Brahms’ Klavierquintett. Zusammen mit dem Pavel Haas Quartet ist er auch bei der Schubertiade Schwarzenberg aufgetreten.
Boris Giltburg hat das große Bedürfnis, auch ein Publikum außerhalb des Konzertsaals anzusprechen und zu begeistern. Sein Blog "Classical Music for All" richtet sich bewusst an ein Laienpublikum und wird durch Artikel in Publikationen wie Gramophone, BBC Music Magazine, The Guardian, The Times, Crescendo und Fono Forum ergänzt.