Devid Striesow wurde auf Rügen geboren und wuchs in Rostock auf. Nach dem Mauerfall machte er sein Abitur nach und beschloss nach seinem Zivildienst, Schauspieler zu werden. Er wurde an der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin angenommen und war nach seiner Ausbildung u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Düsseldorfer Schauspielhaus zu sehen. 2004 wurde er von der Zeitschrift Theater heute als bester Nachwuchsschauspieler geehrt.
Seit 2000 ist er regelmäßig auf der Leinwand und im Fernsehen zu erleben. Nach seinem Kinodebüt in "Kalt ist der Abendhauch" war er unter anderem in "Lichter", "Yella" und im oscarprämierten österreichischen Film "Die Fälscher" zu sehen. Für seine Rolle in "Die Fälscher" erhielt Devid Striesow den Deutschen Filmpreis. Von 2013 bis 2019 spielt er den Hauptkommissar Jens Stellbrink im "Tatort" aus Saarbrücken. Für seine Darstellung von Hape Kerkeling in „Ich bin dann mal weg“ (2015) wurde ihm der Bambi als Bester Schauspieler national verliehen.
Zu seinen jüngsten Projekten gehören der vielfach international prämierte Netflix-Film "All Quiet on the Western Front" (Im Westen nichts Neues, 2022), "Babylon Berlin" (2024/25), sowie die Darstellung von Johann Sebastian Bach im Film "Bach – Ein Weihnachtswunder" (2024).
Devid Striesow hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen und tritt in (musikalischen) Lesungen auf, so z. B. mit Günther Grass' "Die Blechtrommel" mit Schlagzeugbegleitung von Stefan Weinzierl. Er ist generell sehr musikbegeistert, spielt Gitarre, Klavier und Violine. Gemeinsam mit seinem Schauspieler-Kollegen Axel Ranisch machte er bis Anfang 2024 den Deutschlandfunk-Kultur-Podcast "Klassik drastisch", in dem die beiden selbsternannten Klassik-Nerds ihrer musikalischen Leidenschaft freien Lauf lassen konnten.