© Veronica Trigubets

Lilit Davtyan

Die armenische Sopranistin Lilit Davtyan ist Absolventin des Staatlichen Konservatoriums in Eriwan. Im Jahr 2016 wurde sie in die Klavierabteilung des Konservatoriums aufgenommen, während sie ihr Gesangsstudium fortsetzte; 2020 erwarb sie ihren Bachelor-Abschluss, gefolgt von einem Master-Abschluss im Jahr 2022. Von 2018 bis 2021 arbeitete sie als Korrepetitorin und trat gleichzeitig als Sängerin am Opernstudio des Staatlichen Konservatoriums in Eriwan auf.

Von 2021 bis 2023 war Lilit Davtyan Mitglied des Young Artists Opera Programme des Bolschoi-Theaters in Moskau und studierte dort bei dessen künstlerischem Leiter Dmitry Vdovin. Zudem nahm sie an Meisterkursen bei Malcolm Martineau, Sergei Leiferkus, Ildar Abdrazakov, Evamaria Wieser, Semion Skigin, Alessandro Amoretti, Giulio Zappa, Mzia Bakhtouridze und vielen anderen teil.

Neben ihrem Studium feierte Lilit Davtyan beachtliche Erfolge bei internationalen Wettbewerben: Sie gewann den ersten Preis beim XII. Internationalen Wettbewerb und Festival für junge Künstler (Russland, 2016), den ersten Preis beim Concorso Internazionale Musicale Città di Pesaro (2019), den zweiten Preis und den Sonderpreis beim José Carreras Grand Prix der Elena-Obraztsova-Stiftung in Moskau (2021) sowie den Sonderpreis für die Interpretation von Rachmaninow-Liedern beim Internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Moskau (2022). Außerdem war sie Finalistin beim Wettbewerb Neue Stimmen 2022 und Halbfinalistin beim Operalia-Wettbewerb von Plácido Domingo im Jahr 2024.

Im Jahr 2023 nahm Lilit Davtyan am Young Singers Project der Salzburger Festspiele teil, wo sie in Ravels "L’Enfant et les sortilèges" die Rollen Der Lehnstuhl, Die Prinzessin und Die Fledermaus" sang und als Solistin beim Herbert-von-Karajan-Preis für junge Dirigenten unter der Leitung des Erstpreisträgers Hankyeol Yoon auftrat. Außerdem war sie bei den Salzburger Festspielen in Prokofjews "Der Spieler" zu hören und kehrte später für konzertante Aufführungen von Mozarts "Lucio Silla" zurück.

Seit der Spielzeit 2023/24 gehört sie zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin und bleibt diesem auch in der Spielzeit 2026/27 erhalten. Zu ihren Rollen dort zählen Gilda in Verdis "Rigoletto", Papagena und Pamina in Mozarts "Die Zauberflöte", Corinna in Rossinis "Il viaggio a Reims", Lauretta in Puccinis "Gianni Schicchi" und Suor Genovieffa in dessen "Suor Angelica", Marzellina in Beethovens "Fidelio", Susanna in Mozarts "Le nozze di Figaro" sowie der Hirt in Wagners "Tannhäuser".

Zu den weiteren Höhepunkten der letzten Zeit zählen die Rolle der Cleopatra in Händels "Giulio Cesare" am Teatro Petruzzelli in Bari, Auftritte als Sopransolistin mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra in Mahlers 4. Sinfonie sowie Auftritte beim Musikfest Berlin in Nonos "Canti di vita e d’amore".

In der Spielzeit 2026/27 tritt Lilit Davtyan u. a. als Pamina in "Die Zauberflöte", als Susanna in "Le nozze di Figaro" sowie als Gilda in "Rigoletto" an der Deutschen Oper Berlin auf, als Frasquita in "Carmen" an der Semperoper Dresden, als Pamina beim Festival de Sanxay, als Morgana in Händels "Alcina" an der Opéra de Lille unter der Leitung von Emmanuelle Haïm und als Sopransolistin in Händels "Messias" mit dem Orchestra Sinfonica di Milano.

Konzerte mit Lilit Davtyan

  • Sonderkonzert - Sinfoniekonzert

    Carmina Burana

  • Sonderkonzert - Sinfoniekonzert

    Carmina Burana